Lexikon - Online Optiker

Sicca-Syndrom

Unter dem Sicca-Syndrom versteht man in der Augenmedizin eine ungenügende Benetzung (also Trockenheit) mit Tränenflüssigkeit der Horn-und Bindehaut des Auges. Dadurch kommt es zu Reibungen und Reizungen durch feinste Partikel, die durch die ständigen Augenbewegungen und Lidschläge hervorgerufen werden. Die Netzhaut kann davon betroffen sein. Ebenso kann die optimale Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit gestört sein, was ein schmerzhaftes Fremdkörpergefühl im Auge hervorruft und es entsteht eine Entzündung. Um die Entzündung zu beseitigen durchblutet die Hornhaut an ihrer Oberfläche mehr als sonst, und bringt damit die typische und sehr gefährlich aussehende Rotfärbung des ansonsten weissen Augapfels mit sich.

Das Sicca-Syndrom ist eine entzündliche Hornhautreizung

Vorallem der störende Juckreiz, die geschwollene Bindehaut (Bindehautentzündung) und die verklebten Augen am Morgen nach dem Erwachen erzeugen ein echtes Krankheitsgefühl. Zusätzlich werden die Augen durch die Entzündung sehr lichtempfindlich. Als äußere Ursachen gelten Bildschirmarbeit, Umweltverschmutzungen, trockene Luft in Büroräumen, starke Zugluft (Klimaanlagen im Auto), bestimmte Medikamente, Kontaktlinsen, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren und Vitamin A-Mangel.

Was kann man dagegen tun?

Zunächst die negativen Einflüsse abstellen, danach die Symptome behandeln mit Augensalbe oder Augentropfen, möglicherweise auch eine Antibiotika enthaltende Augensalbe, die Einna-me von Omega 3-Kapseln, Tränenersatzflüssigkeiten einträufeln oder ein ölhaltiges Augenspray benutzen.