Lexikon

Hornhaut

Schützen Sie die Hornhaut ihrer Augen vor Verletzungen 

Die Hornhaut unserer Augen befindet sich vor der Pupille. Sie kanalisiert das einfallende Licht und lenkt es auf die Sehzellen der Netzhaut.  Damit die Hornhaut funktionieren kann ist sie mit einem Tränenfilm überzogen und wird von innen mit dem Kammerwasser versorgt. Der Tränenfilm ist salzhaltig, hat jedoch nur einen Wasseranteil von etwa 78 %. Die weiteren Bestandteile sind ölig und hormonell. Die Hornhaut erhielt ihre Bezeichnung, da man feststellte, dass sie nicht weich, sondern hart wie Horn ist. Der größte Teil des Auges ist die Lederhaut, welche das Auge umschließt.  Die  Hornhaut hat in ihrer Mitte eine Dicke von etwa 0,5 mm und am Rand etwa 1,0 mm. An die Hornhaut anschließend befindet sich die Iris, auch Regenbogenhaut genannt.

Die Funktion der Hornhaut besteht darin, dass sie wie ein nach außen gewölbter Spiegel einen Teil Licht durchlässt und einen Teil reflektiert. Dies bewirkt auch den Glanz des Auges. Stirbt der Mensch, so erlischt dieser Glanz und die Hornhaut wird trübe und undurchsichtig. Daher kann für Transplantationen von Hornhäuten diese nur von lebenden Menschen entnommen werden. Alle bewußten Spender oder zu Organspendern gemachten Personen sind nie tot, sie sterben erst nach oder bei der Organentnahme. Wird eine Hornhaut transplantiert, muss der Spender wie bei allen Transplantatentnahmen am Leben sein.  

Die Hornhaut hat nur Nervenfasern, aber keine Blutgefäße, daher wird sie über ein Gefäßsystem, dem sogenannten Randschlingennetz, ernährt. Insgesamt besteht die Hornhaut aus 5 Schichten, dem Hornhautepithel, den Hornhautlamellen, die 1. und 2. Glashaut und eine Entothelschicht, welche das Kammerwasser von der Hornhaut trennt. Die Hornhautlamellen schützen das Auge vor größeren Schäden. Bei Verletzungen oder Krankheiten bleiben diese Lamellen zumeist unversehrt und verhindern das Abfließen des Kammerwassers im vorderen Bereich des Auges. Wären die Lamellen nicht mehr intakt, so würde das Kammerwasser die Hornhaut des Auges anquellen lassen, sodass diese kein Licht mehr durchlassen könnte.

Die Hornhaut des Auges ist in die Lederhaut eingebettet und stark gewölbt. Ihre Brechkraft beträgt etwa 43 Dioptrien und das gesamte Sehsystem etwa 60 Dioptrien, was auf das Kammerwasser zurückzuführen ist, welches das Licht ebenfalls stark bricht und auf die Netzhaut lenkt. Stellt man Astigmatismus im Auge fest, so liegt dies zumeist daran, dass die kranke oder deformierte Hornhaut nicht optimal kugelförmig ist, sondern in zwei Ebenen unterschiedliche Krümmungsradien aufweist. Wölbt sich die Hornhaut in der Mitte stark empor und dünnt sich zum Rand hinaus, so spricht man von einem Keratokonus. Verletzungen, Verätzungen oder Verbrennungen können zu Hornhauttrübungen führen, ebenso  können Fremdkörper wie Splitter und Insektenstiche die Hornhaut verletzen.  Daher ist der Schutz Ihrer Augen ein wichtiger Aspekt der Vorsorge.