Lexikon

Ishihara-Test

Der Japaner Ishihara entwickelte eine Prüfmethode, um die Wahrnehmungsfähigkeit der Augen für Farben festzustellen. Diese Tests sind wichtig, um eine weitverbreitete Farbsehschwäche im Rot-Grün-Bereich zu lokalisieren. Gerade in Deutschland ist die Farbsehschwäche weit verbreitet. Etwa 9 % der vorwiegend männlichen Bevölkerung ist davon betroffen.

Mit dem Ishihara-Test gegen die Farbschwächen

Die Farbtesttafeln bestehen aus ringförmigen, farbigen Elementen, die als Zahlen und Symbole innerhalb von weiteren Farbringen angeordnet sind. Die Farben unterschieden sich nur geringfügig, sodass es für eine Person mit einer Farbschwäche nahezu unmöglich ist die eingebaute Zahl oder das Symbol zu entdecken.  Der Test wurde in Japan schon 1917 entwickelt und wird seitdem auch in Europa verwendet. Die Rot-Grün-Schwäche entsteht durch Fehlbildungen der Farbsensoren in der Netzhaut, die prinzipiell vier Arten von lichtempfindlichen Sinneszellen enthält.

Neben den Stäbchen, die für das Sehen bei Dämmerung und schlechten Lichtverhältnissen zuständig sind, gibt es drei weitere Arten von Zapfen: den kurzwelligen Blaubereich im sichtbaren Lichtspektrum, welcher als Blau-Zapfen bezeichnet wird, die Grün-Zapfen für Licht im Grünbereich und die Rot-Zapfen für langwelliges Licht im Rotbereich. Aus insgesamt etwa 3,0 Millionen Farbzapfen bildet die Netzhaut und das Gehirn eine farbige Abbildung unserer Umwelt.

Ist eine Rot-Grün-Schwäche vorhanden, so funktioniert eine der drei Zapfenarten nicht vollwertig, sodass bei der Deuter-Anomalie die Rot-Grün-Zapfen fehlerhaft oder in nur zu geringer Anzahl vorhanden sind. Bei der Prot-Anomalie sind die Rot-Zapfen betroffen. Die folgende Frage beschäftigt natürlich jeden Betroffenen: „Kann man Farbsehschwächen mit einer Brille korrigieren?“ Ja, aber nur bedingt! Die kanadische Firma „Enchroma“ bietet eine Rot-Grün-Brille an, die den Mangel beseitigt, aber nur bei hellem Sonnenlicht.