Lexikon

Koma

Unter Koma versteht man in der Optik einen Asymmetriefehler. Ein Asymmetriefehler entsteht, wenn Licht nicht parallel, sondern schräg zur optischen Hauptachse auf eine Linse trifft. Aufgrund der punktuell unterschiedlichen Krümmungsradien einer Linse werden die Lichtstrahlen nicht wieder auf der optischen Achse vereint, d.h. sie haben keinen gemeinsamen Brennpunkt, sondern diese werden zum Rand der Linse hin verschoben. Diesen Effekt nennt man Koma.

Zu einem Komafehler addiert sich auch stets Astigmatismus, da beide Fehler immer an gekrümmten Oberflächen von Linsen auftreten. Der Astigmatismus entsteht durch das Auftreffen divergierenden Lichtbündel (Streuung) auf gekrümmte Oberflächen. Um diesen unerwünschten Fehler zu vermeiden muss man mehrere Linsen hintereinander Anordnen, oder besser asphärische Linsen einsetzen. Der Koma-Fehler ist als Schweif oder tropfenförmige Bildverzeichnung erkennbar, wobei die Verzeichnung stets in radialer Richtung zum Rand hin zeigt. Durch die Nutzung einer Blende kann man die randnahen Verzeichnungen ausblenden, das heißt alle nicht symmetrisch auftreffenden Lichtstrahlen.