Lexikon - Online Optiker

Skotom

Unter einem Skotom versteht die Medizin einen Gesichtsfeldausfall der Sehstörungen bewirkt. Die Ursachen sind sehr vielfältig, von Migräne bis Tumor im Hirn ist alles möglich. Entscheidend ist die Größe des Gesichtsfeldausfalles und die Zeit, in der das geschieht. Erste Anzeichen können farbige Lichtblitze oder dunkle Flecken, schwere Anzeichen sind es, wenn der betreffende nur noch Umrisse von seiner Umgebung sehen kann. Unter dem Gesichtfeld versteht man den Bereich des scharfen Sehens, der jedoch von Augenmittelpunkt zum Rand des Auges abnimmt. Der Wahrnehmungsbereich beträgt etwa 180° nach beiden Seiten, etwa 70° nach unten und 60° nach oben, wenn man gerade ausblickt. Was sind die Ursachen hinter dem Skotom? Der ungefährlichste Fall ist ein Mirgäneanfall, der zwar der Person sehr schmerzhaft zusetzt, aber das Sehfeld nur vorübergehend einschränken kann. Ohne Migräne deutet ein Skotom auf einen abklärungswürdigen Zustand in der Augenlinse hin.

Skotom ein gefürchteter Gesichtsfeldausfall

Folgende Erkrankungen sind mit einem Skotom gekennzeichnet: Hirntumor, Prolaktinom, Makuladegeneration, Multiple Sklerose,  Grauer Star,  Sehnerventzündung, Netzhautablösung, Grüner Star,  Phäochromozytom, Schlaganfall und Retinitis pigmentosa. Neben der Unterscheidung in ein negatives Skotum (Strukturen werden nicht mehr erkannt) und ein positives Skotum (Linien und Muster werden verzerrt wiedergegeben), gibt es noch ein sogenanntes Flimmerskotom, das grundlos auftritt und so erscheint, als würde man in grelles Licht (wie ein Magnesiumblitz) schauen. Man kann kaum etwas erkennen, aber das Gesichtsfeld wird nicht beeinflusst und nach maximal 20 Minuten verschwindet es genauso schnell, wie es kam. Man sollte bei allen länger andauernden Gesichtsfeldausfällen sofort den Augenarzt als Notfallpatient aufsuchen.