Lexikon

Nylorfassung

Brillen, die nicht mit einem, die Gläser vollkommen umfassenden Rahmen ausgestattet sind, nennt man Nylorfassungen. Die Gläser werden zwar in einem oberen Quersteg aus Metall oder Kunststoff fixiert, die Gläser selbst jedoch werden durch einen umlaufenden Nylonfaden gehalten. Der Nylonfaden befindet sich dabei in einer eingefrästen Aufnahmerille (Nut), die in den Rand das Brillenglas eingefräst ist. Nylorfassungen sind eine patentrechtlich geschützte Erfindung des Brillenglasherstellers „Essilor“ und wurden erstmals 1955 vorgestellt. Sie sind eine spezialisierte Bauform der Halbrandbrillen. Die Haltbarkeit des Nylonfadens ist erstaunlich lange und die fadenfixierte Glashalterung sehr robust. Sollte sich der Faden einmal ausleiern, so kann er problemlos gewechselt werden. Der Einsatz von Brillen mit Nylorfassung ist als Lese- und Computerbrille sehr beliebt.