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Lexikon - Online Optiker

Zylinderbrille

Was ist eine Zylinderbrille

Wenn im Brillenpass ein optischer Werte ZYL (oder CYL) angegeben ist, so bedeutet dies, daß eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bei dem Brillenträger vorliegt. Der ZYL-Wert (Grad °)  gibt den notwendigen Korrekturwert an, um wieviel Grad das einfallende Licht in das Auge durch die nicht ganz kugelförmige geformte Hornhaut des Auges von einer gedachten Hauptachse abgelenkt wird. Zumeist ist der Astigmatismus bereits angeboren und tritt in Verbindung mit der Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder der Kurzsichtigkeit ( Myopie) gemeinsam auf.

Wer braucht eine Zylinderbrille?

Eine Zylinderbrille brauchen Personen, die unter Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) leiden. Um diese Abweichung korrigieren zu können muss der Brechwert an den Krümmungsstörungen in Dioptrien (dpt) und mit einem Minuswert angegeben werden. Dies erfolgt in Sprüngen von -0,25 dpt. Der Zylinderfehler wird über die Messung der maximalen und der minimalen Brechkraft der Augen ermittelt.

Es gilt dabei: je stärker die Hornhaut über  einen Normalwert hinaus gekrümmt ist, umso größer ist die erforderliche Brechkraft.

Zum Ausgleich dieser astigmatischen Sehschwäche benutzt man torische Linsen, die anstatt eines definierten Brennpunktes (Fokus) eine Brennlinie aufweisen. Um den Zylinderwert richtig zu positionieren, bedarf es noch eines weiteren Wertes, den Achsenwert (Achse), welche die Abweichung der Hornhaut in Grad angibt und die Hornhaut zu Messzwecken in ein Achsenkreuz (vertikal 0°) und (Horizontal 90°) projeziert. Die auf diese Weise ermittelten Werte werden in die torischen Korrekturgläser eingeschliffen, sodaß die Hornhautdeformationen in beiden Achsenrichtungen, die das Bild verzerrt erscheinen lassen, wieder scharf und unverzerrt auf der Netzhaut (Retina) ankommen können.

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