Lexikon

Isopter

Isopter sind die messtechnisch erstellten Linien der optischen Wahrnehmung von Punkten gleicher visueller Empfindlichkeit auf der Netzhaut, als eine Art Orientierungskarte zur Beurteilung  des Gesichtsfeldes eines Auges. Die Isopter lassen sich mit den Höhenlinien auf einer Landkarte vergleichen. So wie diese Punkte gleicher Höhe über dem Meeresspiegel in einer Landschaft repräsentieren, stehen die Isopter für Punkte gleicher Wahrnehmungsschwelle im Gesichtsfeld und die diese entsprechenden Punkte gleicher visueller Empfindlichkeit auf der Netzhaut.

Isopter – die Grenzen Ihres Gesichtsfeldes    

Die Isopter werden als geschlossene Linien in einem, mit Längen-und Breitengraden versehenem Diagramm als Winkel angegeben. Jeder Punkt eines Isopters wird mit dem Goldmann-Perimeter, oder einem computergesteuerten Perimeter vergleichbaren Prinzips ermittelt, indem der Testreiz, ein Lichtpunkt bestimmter Größe und Intensität, von der Peripherie des Gesichtsfeldes, wo er nicht wahrgenommen wird, langsam nach innen bewegt wird, bis der Patient ihn erstmalig bemerkt. Um das Isopter-Diagramm zu ermitteln, wird die Messung stets mit dem gleichen Lichtreiz, aber für verschiedene Richtungen wiederholt. Eine Karte des Gesichtsfeldes enthält häufig vier Isopter. Der äußere repräsentiert die absoluten Grenzen des peripheren Gesichtsfeldes. Außerhalb dieser Grenzen gibt es keine visuelle Wahrnehmung mehr. Der äußere Isopter wird, um Verfälschungen durch die vergrößernde oder verkleinernde Wirkung der Linsen zu vermeiden, stets ohne Brillengläser ermittelt. Die inneren Isopter repräsentieren die Zunahme der Wahrnehmungsempfindlichkeit im Inneren des Gesichtsfeldes. Mit dem kleinsten Lichtreiz werden die Grenzen des zentralen Gesichtsfeldes rund um die Makula ermittelt. Treten Abnormitäten in Form von Gesichtsfeld-einschränkungen oder Gesichtsfeldausfällen (Skotomen) auf, wird das Verfahren angepasst, um den Befund optimal beschreiben zu können.