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Sonnenbrillengläser

Seitdem das Ozonloch ständig größer wurde, wurde auch der Ruf nach guten Sonnenbrillengläsern immer lauter. Aus einen Modeartikel mit Plastikfoliengläsern wurde ein optisches Kunstwerk, welches nach wissenschaftlichen Grundsätzen geschaffen wurde. Die modernen Sonnenbrillen mit Stärke sind natürlich  mit korrigierter Sehstärke und Wunschtönung in einem Dutzend Tönungen von Grau, Braun, Rot über Grün bis Blau, in normaler Tönung, Selbsttönende Brillengläser, Polarisationseffekt, Verspiegelung und abgestuften Farbverläufen erhältlich, Rückseitenentspiegelung inklusive. In der Bauweise wird unterschieden zwischen Herren-, und Damenbrillen, Sonnenbrillen mit und ohne Clip, als sogenannte Aufsetzbrille auf eine bereits getragende Brille für die Fernsicht. Die Hauptfunktion einer Sonnenbrille ist der Schutz der Augen vor zuviel Licht, und da vor allem vor dem UV-Lichtanteilen.

Was ist der UV 400 Lichtfilter bei Sonnnenbrillengläser

Um auf der sicheren Seite der Filterung des UV-Lichtes zu sein, werden gute Sonnenbrillen mit einem UV-Lichtfilter von 400 versehen. Was bedeutet aber eigentlich die Kennzeichnung UV 400? Dieser Wert auf einem Sonnenbrillenglas bezeichnet das optische Verhalten dieser Gläser UV-Strahlungen im Bereich von etwa 280 nm bis 400 nm zu absorbieren, bzw. zu reflektieren, d.h. alle den Augen gefährlichen UV-A, UV-B-Anteile werden geblockt. Worauf sollte man also beim Kauf einer Sonnenbrille achten? Zumindest nicht in erster Linie nur an ein modisches Accessoire, sondern zuerst an die schützende Funktion. Das gilt für Sie besonderes dann, wenn sie direkt am Meer wohnen oder Urlaub machen, denn das Wasser dient den Sonnenstrahlen als Reflektor und verstärkt den Anteil der schädlichen UV-Strahlung noch.

 Sonnenbrillengläser wichtig beim Wandern

Das gleiche gilt für den Aufenthalt im Hochgebirge, dort sorgt der Schnee für die Reflexion, wobei nicht wenige Sportler durch die Strahlung für einige Tage „blind“ wurden. Heller Sandstrand, Schnee und Wasser erhöhen den UV-Anteil durch die Reflexion um bis zu 70 % mehr Intensität. Die Wirkungen verspürt man durch ein permanenten Gefühl, daß etwas reibt und juckt in den Augen, da sich die Hornhaut und die Bindehaut entzünden. Leider wird auch die Augenlinse durch permanente UV-Strahlung frühzeitig getrübt, was zum „Grauen Star“ (Katarakt) führen kann. Nun noch etwas zu den Filterkategorien, die Ihnen die Auswahl erleichtern, denn Sie sollten Ihren Sonnenschutz der Einstrahlungsstärke anpassen, und hier gibt es 4 Filterkategorien zu berücksichtigen. Die Filterkategorien erkennen Sie an der Abkürzung CAT bzw. KAT. 

Im folgenden werden die 4 Kategorien vorgestellt:

  • Filterkategorie 0 steht für die Absorbtion von etwa 20 % des einfallenden Lichtes und ist für leichte Bewölkung gedacht.
  • Filterkategorie 1 absorbiert etwa 55 % und ist ausreichend für  aufgelockertes Wetter.
  • Filterkategorie 2 absorbiert etwas mehr als 80 %, was für Mitteleuropa der Standard- wert ist.
  • Filterkategorie 3 absorbiert bis 90 % und ist für den Augenthalt  am Meer oder in den Bergen sehr gut geeignet,
  • Filterkategorie 4 absorbiert nahezu 100 % und dient nur als Schutz im Hochgebirge.

Beim Wandern im Gebirge kann eine Sportbrille mit Sonnenbrillengläsern Abhilfe schaffen und den gewünschten Schutz aufbauen. 

Das gefährliche Problem bei dunklen Sonnenbrillen ohne ausreichenden UV-Schutz ist der, daß die Pupillen aufgrund der dunklen Gläser sehr weit geöffnet sind und dadurch noch mehr UV-Strahlung in das Auge einfallen, wenn der UV-Schutz der Gläser nicht hoch genug ist. Achten Sie also darauf, dass Ihre Sonnenbrillengläser einen Aufdruck enthalten, wie  UV 400 oder 100 % UV-Schutz, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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