Lexikon - Online Optiker

Stäbchen

Stäbchen in der Netzhaut sind Photorezeptoren, also Sinneszellen für die Wahrnehmung von Licht in der Dunkelheit. Das Farbensehen durch die Zäpfchen ist ausgeschaltet und das Auge erkennt nur Grau in Grau. Das Umwandeln von Licht in elektrische Impulse die unserer Gehirn erreichen sorgt dafür, dass wir Farben und Formen erkennen. Bei hoher Lichtintensität regeln das die Zäpfchen (Tagessehen) und bei schwacher Intensität die Stäbchen (Nachtsehen). Die Netzhaut besteht aus Sinneszellen, die angeordnet sind in Zäpfchen und Stäbchen, die jedoch auf unterschiedliche Wellenlängen reagieren. Die Zapfen reagieren auf Tageslicht und die Stäbchen auf Restlicht (Dämmerung, Nacht), wobei man das Zapfensehen „photopisches“ Sehen nennt und das Stäbchensehen Skotopisches Sehen.

Stäbchen sorgen für das Sehen bei Dunkelheit 

Die Aufteilung dieser beiden Sinneszellarten in der Netzhaut ist folgende: die Zäpfchen befinden sich gehäuft um den „gelben Fleck“, dem Teil des schärfsten Sehens im Auge und die Stäbchen sind mehr peripher auf der Netzhaut angeordnet. Die Funktion ist folgende: das Licht einer bestimmten Wellenlänge trifft die Außensegmente (Photozellen), die bestimmte Sehfarbstoffe, wie zum Beispiel Rhodopsin, enthalten. Im Inneren, wo sich der Zellkern befindet, erfolgt nun ein Stoffaustausch, der dieses aufbereitete Signal an eine Synapse des Gehirns weiterleitet. Insgesamt beherbergt die Netzhaut pro Auge etwa 130 Mio. Stäbchen und etwa 6 Mio. Zäpfchen, wobei die Zapfen noch in ihre Abhängigkeit von den verschiedenen, zu verarbeitenden Wellenlängen des Lichts (Blau, grün, rot und gelb) unterteilt sind. Für die Wellenlänge Blau arbeiten die S-Zäpfchen, für Grün die M-Zapfen und für die Farben Rot und Geld, die L-Zapfen, wobei das „S“ für kurzwelliges Licht steht, das „M“ für mittlerer Wellenlängen und das „L“ für langwelliges Licht.