Lexikon

Drusenmakula

Drusenmakula sind zwei zusammengesetzte Worte: Druse (hier Abfall) und Makula (Fleck) in der Netzhaut. Eine Drusenmakula ist eine Augenerkrankung, wo sich an der Stelle des schärfsten Sehens (Gelber Fleck) Abfall anlagert. Dieser Abfall besteht aus Stoffwechsel-produkten, die bei der fotochemischen Umwandlung von Licht im Auge ausgelöst werden. In der Nähe des Gelben Flecks befinden sich die lichtempfindlichen Rezeptoren, die man auch als Sehzapfen bezeichnet. Sie sind für das Scharfsehen zuständig. Außerhalb der Makula befinden sich vorwiegend Sinnenzellen, die man auch als Stäbchen bezeichnet.  Die Stäbchen sind für den Kontrast Hell-Dunkel zuständig und sind wichtig bei der Orientierung im Dunkeln, da diese das Restlicht optimal verarbeiten. Der Vorteil dieser Sehstäbchen ist es, daß diese von der Drusenmakula kaum betroffen sind.

Prinzipiell ist die Drusenmakula eine Degeneration der Netzhautpigmentschicht. Diese Degeneration hat zum einen ihre Ursache in einem Gendefekt (ein Funktionseiweiß für die Arbeit der Lichtrezeptoren) und zum anderen werden im höheren Alter die Stoffwechselabfälle (Drusen) im Auge nicht mehr restlos entfernt. Das System ist erschöpft. Diese Drusen zeigen sich dem Augenarzt als kleine weißgelbe Partikel. Man vermutet auch, daß Cholesterin eine Rolle bei der Drusenmakula spielt. Man unterscheidet zwei Formen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), die in einem deutlichen Zusammenhang mit der Drusenmakula stehen.

Die trockene AMD

Hier findet man bei Personen über 60 Jahre häufige Ansammlungen von Drusenmaterial. Sie gelten als Vorstufen der AMD und befinden sich vorwiegend unter der Makula. Die Ablagerungen selbst verursachen noch keinen Sehverlust, erst wenn die Drusen flächig zusammen fließen, kann die zweite Form der AMD entstehen.

Die feuchte AMD

Die feuchte Form entwickelt aus den Drusen ein aktives Eiweiß (VEGF), welches das Wachstum von Blutgefäßen unter der Makula anregt. Dieses Wachstum von Blutgefäßen ist eine Selbstschutzreaktion des Auges, um die mangelnde Durchblutung der Makula wieder zu befördern. Das Problem ist, diese Notgefäße sind nicht stabil genug und schaden dem Auge nur noch mehr, da diese oftmals platzen und es zu Einblutungen kommt, die zu einem plötzlichen Sehverlust führen. Der Erkrankte sieht einen dunklen Fleck, eine gravierende Sehstörung (Makula-Ödem). Hier kann nur eine Laserbehandlung die weitere Zerstörung verhindern.