Lexikon - Online Optiker

Solare Retinopathie

Unter einer solaren Retinopathie versteht man eine willkürliche Schädigung der Netzhaut, die dann auftreten kann, wenn jemand längere Zeit mit ungeschützten Augen in die grelle Sonne schaut. Sie ist eine direkte Folge von photochemischen Vorgängen, die beim Einfall des Sonenlichtes auf die Netzhaut erfolgen. Da das Auge auch eine Augenlinse hat, welche das Licht auf der Netzhaut fokussiert, entsteht dort eine partielle Erwärmung, wie durch die Fokussierung von Sonnenlicht durch ein Brennglas. Es gibt gerade im indischen Yoga Anleitungen in die Sonnen zu blinzeln, bis man das etwa 2 Minuten aushalten kann. Allerdings gibt es keine Angaben über Schäden, da bei spirituellen Praktiken vieles möglich ist was in normalen Leben gefährlich wäre. Dennoch ist von einer Nachahmung abzuraten.

Solare Retinopathie - oftmals selbst erzeugt

Das gleiche gilt für die Beobachtung von Sonnenfinsternissen. Hier sind auch echte Sonnenbrillengläser mit Stärke die bessere Wahl gegenüber einer lediglich berußten Glasscheibe. Ebenso wird oft das ständige Schauen in ein Gewässer (bei Anglern) unterschätzt, da hier das Gewässer, vor allem wenn es windstill ist und ruhig fließt, wie ein Reflektorspiegel wirkt und ein fast gleich schädigendes Ergebnis, dass der solaren Retinopathie, erzeugen kann. Die Wirkung einer solaren Retinopathie besteht in Sehstörungen bis zu Gesichtsfeldausfällen, die sich jedoch nach einiger Zeit, von Wochen bis Monaten wieder zurückbilden, sodaß eine Behandlung in den seltensten Fäller erforderlich wird. Im Alter schützt sich das Auge selbst durch die eintretende Linsen-trübung vor einer solaren Retinopathie.