Lexikon

Gerstenkorn

Das Gerstenkorn am Augenlid ist eine ziemlich schmerzhafte Entzündung. Diese geht oftmals mit einer starken Schwellung einher, wobei das Sehen stark eingeschränkt ist. Es bildet sich auch gelegentlich Eiter.  Die Ursache einer solchen Entzündung sind Bakterien, die sich in den Talgdrüsen der Augenlider einnisten. Die Bestrahlung mit Rotlicht, gleich  zu Beginn der Entzündung kann die weitere Ausbreitung verhindern. Gerstenkörner sollte man nur mit sterilen Handschuhen, oder sterilen Zellstoff ausdrücken! Die Entzündung klingt schneller ab, wenn eine kühle Kompresse aufgelegt wird und das Auge täglich mehrmals mit Kamille gespült wird. Es ist zu raten bei einem Gerstenkorn einen Augenarzt zu konsultieren. Dieser kann auch antibiotische Salben verschreiben, die die Entzündung rasch stoppen. Der Arzt kann das vereiterte Gerstenkorn auch mit einer sterilen Lanzette ritzen, sodaß der Eiter abfließen kann und eine sofortige Schmerzlinderung eintritt. Wer solche Gerstenkörner mehrmals im Jahr hat, sollte bei einem Endokrinologen nach der Ursache forschen lassen. Bei einem Gerstenkorn sind immer Bakterien, wie zum Beispiel Staphylokokkus Aureus, beteiligt. Die Augenlider haben Schutzfunktionen für unsere Augen, wie gegen Staub, UV-Strahlung, Hitze, Kälte, Regen, Schnee, Wind usw.. Außerdem verfügen die Augenlider über Drüsen, die beim Eintritt von Fremdkörpern in den Bindehautsack sofort einen Tränenstrom auslösen, der versucht dieses Objekt, oftmals eine Wimper, wieder hinaus zu befördern. Die Drüsen liefern den Fettanteil der Tränenflüssigkeit und schützen die Augen davor, dass die Tränenflüssigkeit zu rasch verdunstet. Zeis-Drüsen bilden den Talg im Bereich der Haarfollikel und der Wimpern, während die Moll-Drüsen ausschließlich Schweißdrüsen sind.