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Lexikon - Online Optiker

Augenlid Entzündung

Augenlid-Entzündung - Was sind die Ursachen?

Augenlid-Entzündungen (Blepharitis) sind nicht ungefährlich und bedürfen unbedingt einer ärztlichen Behandlung, zumal die Entzündungen oftmals sehr schwer wieder weg zu bekommen sind, und es dann zu ernsthaften Schäden am Auge kommen kann, wenn erst einmal eine Orbitalphlegmone (tiefere Gewebeschichten)  Fuß gefasst hat. Hier sind besonders Menschen mit einer starken Talgproduktion gefährdet.

Die Ursachen sind zumeist verstopfte Talgdrüsen in den Augenlidern, aber vor allem auch mangelnde Sauberkeit (Gesichtswäsche) und das Reiben in den Augen mit schmutzigen Händen. Auch Pollenflug bei Allergikern und bei einer erhöhten Empfindlichkeit gegen Staubbelastungen treten derartige Lidentzündungen auf. Selbst die Windwirbel hinter einer Brille, bei starken Zugbelastungen durch offene Fenster und Türen können Lidentzündungen auslösen, aber auch mangelhaft gereinigte Kontaktlinsen wurden als Verursacher festgestellt.

Symptome einer Augenlid-Entzündung

Als Symptome treten Verkrustungen (Volksmund: Schlafsand), Juckreiz, Rötungen, Augenlid Geschwollen und Augenbrennen an den Lidrändern auf, wobei es auch zur Missempfindungen bei Augenbewegungen kommen kann. Die Augenlider haben nicht nur eine Schutzfunktion gegen Austrocknung und Blendung, sondern sie verfügen auch über ein gesteuertes Drüsensystem, wie den Meibom-Drüsen (genannt nach dem Arzt und Anatom Heinrich Meibom, 1638-1700 in Helmstedt), die eine ölige Flüssigkeit absondern und den Zeiss’chen Drüsen, die die Tränenflüssigkeit abgeben. Die Meibom-Drüsen verhindern ein zu schnellen Trocknen der Tränenflüssigkeit. Anhand der Schwere und der Symptome wird die Augenlid-Entzündung in bestimmte Kategorien eingeteilt, so z.B. in die:

  • Blepharitis (Lidrandentzündung),
  • Blepharo-Conjunktivitis (mit Beteiligung der Bindehäute),
  • Blepharitis-Angularis  (Augenlidentzündung nur in den Lidwinkeln),
  • Blepharitis Squamosa  (Augenlidentzündung des gesamten Augenlides),
  • Hordeolum (eine Gerstenkorn ähnliche Schwellung mit eitriger Entzündung der Talgdrüsen),
  • Orbitalphlegmone (die Augenlidentzündung hat die Augenhöhle infiziert ist damit die gefährlichste Form de Blepharitis

Behandlung von entzündeten Augenlidern 

Was kann man gegen eine Augenlid-Entzündung tun?

In erster Linie ist eine gute körperliche Hygiene des Gesichtes und der Augen, sowie der Schutz der Augen vor schädlichen äußeren Einflüssen (Schutzbrillen, Sonnenbrillen mit UV-Schutz, Schneebrillen, Motorradbrillen etc.) etwas, was Sie selbst tun können.

Tritt eine Entzündung der Lidränder auf, so handelt es sich zumeist um:

  • Staphylokokken
  • Streptokokken
  • Herpes-Simplex-Viren
  • oder ein Parasitenbefall, wie Läuse, Flöhe und Zeckenstiche.

Vor allem, wenn ein schwaches Immunsystem, chronische Stoffwechselerkrankungen und Allergien den Eintritt von Erregern erleichtert, können das Augenlid entzünden und gefährlich ausbreiten.  Auch in der Folge solcher Lidentzündungen können sich Stirnhöhlen-oder Nasennebenhöhlen-Entzündungen entwickeln. Wer unter Akne oder fettiger Haut leidet, sollte hier besonders seine anfälligen Augenlider „im Auge behalten“ und sie sehr sorgfältig reinigen. Stellt man eine Augenlidentzündung fest, sollte man sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Die Behandlung wird mit Salben, Tropfen und eventuell mit einer Augenabdeckung vorgenommen, um den Reiz der Lidschläge zu vermindern. Ein großes Problem bei Frauen ist das Wimpern-Make Up, wo auf Kosten einer scheinbaren Verbesserung des Aussehens, solche Lidentzündungen nicht nur in Kauf genommen, sondern geradezu provoziert werden. Selbst an Lidentzündungen herum zu doktern, wäre nur nach einer ärztlichen Diagnose und Behandlungshinweisen sinnvoll, um die Heilung mit Heilpflanzen, wie Kamille, Spitzwegerich, Eichenrinde und Augentrost zu unterstützen. Sehr gut helfen dabei lauwarme Kompressen mit diesen Kräuterauszügen, oder Spülungen mit einem Augenglas.

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