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Deuteranomalie

Was ist die Deuteranomalie?

Die Deuteranomalie ist eine angeborene Grün-Farbsehschwäche, eine Fehlsichtigkeit des Auges, wodurch die Farben im grünen Spektrum nicht so wahrgenommen werden können, wie bei Normalsichtigen.

Wo liegen die Ursachen für eine Deuteranomalie?

Die Ursache ist eine genetische bedingte Fehlbildung des lichtabsorbierenden Moleküls Opsin. Dieses Molekül sorgt für das Farbsehen in den Farben Blau-Grün-Rot. Bei einer vorliegenden Deuteranomalie liegt die Empfindlichkeit der Grünzapfen zu  nahe an den Rotzapfen, sodaß die Differenzierung im Grünbereich nicht mehr exakt erfolgen kann.

Die Deuteranomalie ist eine Grün-Sehschwäche, eine Rot-Sehschwäche bezeichnet man als Protanomalie. Solange noch Sehzapfen bestehen handelt es sich um Schwächen, fehlen diese Sehzäpfchen, so spricht man von einer Farbenblindheit.  Die Farbe Grün und ihre Mischfarben, sind für Grün-Farbblinde (Deuteranopie) nicht zu sehen. Bei der Deuteranomalie gibt es unterschiedliche Stufen zwischen diesen beiden Extremwerten.

Test zur Erkennung der Deuteranomalie

Zur Feststellung der Schweregrade von Farbseh-Anomalien dienen spezielle Farbtafeln, bekannt geworden durch den japanischen Arzt Ishihara Shinobu. Hier werden unterschiedliche kugelförmige Farbtupfen innerhalb andere Farbtöne zu Zahlen oder Buchstaben angeordnet und wer Grüntöne sehen kann, wird die Zahl oder den Buchstaben erkennen. Der unter Deuteranomalie fallende kann das nicht, oder nur sehr begrenzt.  Die Herkunft der Namen für die Farbzapfen geht auf den deutschen Forscher und Physiker Hermann von Helmholz zurück, der die Farbzapfen im Auge wie folgt benannte: Rotsehen durch den ersten Zapfen (Prot), Grünsehen durch den zweiten Zapfen (Deuter), Blausehen durch den dritten Zapfen (Trit).

Die zugehörigen Fehlsichtigkeiten lauten:

- Rotseh-Schwäche (Protanomalie)

- Rot-Blindheit (Protanopie), 

- Grünseh-Schwäche (Deuteranomalie),

- Grün-Blindheit (Deuteranopie), 

- Blauseh-Schwäche (Tritanomalie),

- Blau-Blindheit (Tritanopie).

Die Ursache dieser Farbseh-Schwäche liegt an einem Gendefekt im x-Chromosom. Kommt es bei der Mutter vor, so bekommen die männlichen Nachkommen eine Protanopie, bei Frauen kommt es nur dazu, wenn zwei Chromosomen das defekte Gen enthalten.

Eine prozentuale Verteilung sieht etwa so aus:

Protanopie

Männer:         ca 1 %

Frauen:          ca. 0,03 % 

Protanomalie

Männer:         ca 1 %

Frauen:          a. 0,01 % 

Deuteranopie

Männer:         ca 1 %

Frauen:          ca. 0,01 %

Deuteranomalie

Männer: ca 5 %

Frauen: ca. 0,35 % 

Tritanopie / Tritanomalie

Männer und Frauen: ca. 0,005 %

Bisher gibt es keine Möglichkeit die Rot-Grün-Sehschwäche, die defektbedingt ist, durch eine Brille direkt zu korrigieren, sondern nur über einen optischen Umweg zu verbessern. Dafür liefert eine englische Firma Pilestone eine spezielle Rot-Grün-Brille.

Wir haben diese Brille getestet -> Zum Testbericht

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