Lexikon - Online Optiker

Skotopisches Sehen

Das Sehen in der Dunkelheit nennt man skotopisches Sehen und das Sehen in der Dämmerung mesopisches Sehen, bei Arten des Sehens verdanken wir den Sehstäbchen der Retina (Netzhaut) des Auges. Die Phase des Übergangs von Dämmerungssehen zum Dunkelsehen nennt man Adaption. Der optische Unterschied beim skotopischen Sehen gegenüber dem photopischen Sehen (dem Sehen bei Licht) ist eine reduzierte Farbwahrnehmung und eine verminderte Sehschärfe. Mehr Informationen zu Phototrope Brillengläser.

Skotopisches Sehen - dass Sehen in der Dunkelheit

Die Farbwahrnehmung ist deshalb reduziert, die die Stäbchen keine Farbsensoren aufweisen, aber dafür haben sie eine maximale Empfindlichkeit für die Wellenlänge Blau, sodaß die Wahrnehmung blauer Objekte im Dunkeln gegenüber zum Beispiel der Farbe Rot intensiver erscheint. Die Stäbchen für das Dunkelsehen (skotopisches Sehen) mit der größten Sehschärfe befinden sie in der Nähe des Gelben Flecks, da man dort kaum Farbzapfen vorfindet, daher ist auch der Kontrast geringer, sobald die Helligkeit abnimmt.

Es ist bekannt, dass die Hell-Dunkeladaption in den Stäbchen langsamer funktioniert als bei den Farbzapfen. Diesen langsamen Anpassungsvorgang nennt man auch Pulfrich-Effekt. Der eigentliche Effekt ist ein Lichtreiz der die Photonen,  die eine Umwandlung des molekularen Stoffes Rhosopsin in Metarhodopsin bewirken, absorbiert.