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Myopie

Was ist Myopie?

Myopie ist die medizinische Bezeichnung für Kurzsichtigkeit, einer Fehlsichtigkeit, deren Ursache in einem zu langen Augapfel, oder in einer systembedingten zu starken Brechung des einfallenden Lichtbündels liegt, so daß der Fokus (Brennpunkt, schärfster Punkt des Sehens) vor der Netzhaut und dem Gelben Fleck entsteht. Die Myopie kann angeboren oder erworben sein. Das wesentliche Merkmal einer Kurzsichtigkeit ist es, daß Dinge in der Nähe scharf und ohne Sehhilfe erkannt werden, Gegenstände in der Ferne jedoch einer optischen Korrektur bedürfen.

Man schätzt,  daß in Deutschland jede vierte Person kurzsichtig ist. Der Trend dazu ist steigend. 

Wie korrigiert man die Myopie? 

Die Myopie lässt sich durch eine Sehhilfe,  entweder Brille oder  mit Kontaktlinsen sehr gut korrigieren. In anderen Fällen, wo dies möglich ist, kann auch durch eine Augen Laser Behandlung (Abtragung von Hornhautmaterial) die Korrektur erfolgen. Die optische Korrektur erfolgt mit Minuslinsen (Konkavlinsen), also mit einer Wölbung zum Auge hin. Diese Linsen verschieben den Punkt, wo entfernte Objekte scharf abgebildet werden, näher in die Netzhaut. Die konkaven Gläser für die Korrektur der Myopie sind an den Rändern dick und im Zentrum an dünnsten.

Ist Myopie gefährlich ?

Gefährlich nicht, aber ab einer Glasstärke von – 6,0 Dioptrien sollte einmal jährlich eine augenärztliche Untersuchung stattfinden, da ab dieser Brechwertzahl die Möglichkeit einer Augenkrankheit, Netzhautablösungen, Grüner oder Grauer Star zunimmt.

Wie wird eine Myopie (Kurzsichtigkeit) festgestellt? 

Durch einen Sehtest wird der Visus (Sehfähigkeit) in der Nähe und in der Ferne ermittelt. Das geschieht mittels verschieden großen Zahlenreihen und Zeichen beim Optiker, aber bevor man zu einem Augenarzt oder Optiker geht, kann man eine Myopie an ihren Wirkungen sehr gut selbst erkennen, z.B. wenn man Strassenschilder oder Großplakate in der Ferne nicht mehr richtig lesen kann. Dann kommt es zum zukneifen der Augenlider, um unbewusst die optische „Blende“ am Auge zu verkleinern und man kann wieder besser sehen. Aber dieser Zustand ist nicht optimal und seine Wirkung ist auch relativ gering.

Ursachen einer Myopie

Grundsätzlich gibt es zwei Ursachen für die Myopie. Zum einen kann der Augapfel (innere Durchmesser)  etwas größer als normal sein, oder der optische Brechwert der Augenlinse ist zu hoch. Das bedeutet, daß das Auge kein scharfes Bild an das Hirn vermitteln kann, da sich der Fokus vor der Netzhaut befindet und die Abbildung des Objektes verschwommen ist.  Mitunter treffen bei einer Myopie auch beide Ursachen zusammen.

Ein weiterer Nachteil ist, daß die Myopie oftmals vererbt wird. Man rechnet mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent, daß die Kinder von kurzsichtigen Eltern diese auch entwickeln.

Allerdings spielen auch die modernen Unterhaltungsweisen durch Smartphone, Tablets mit Computerspielen, sowie das intensive Lesen von Büchern, Bildschirmtexten und Zeitschrift dazu.

Es wurde festgestellt, daß Kinder weniger kurzsichtig wurden, wenn sie sich viel im Freien aufhielten: Sonnenlicht und das Grün der Bäume bewirken die vermehrte Produktion von Dopamin (Transmitter für gute Stimmung), was auch der Sehfähigkeit nützt.

Kurzsichtigkeit im Kindesalter

Zwischen dem 8-15. Lebensjahr steigt die Kurzsichtigkeit bei Schulkinder stark an. Es gibt eindeutig eine Korrelation zwischen dem intensiven Lernen und der Myopie. Daher sollten die Kinder das Notwendigste für ihre Lebensgestaltung in kurzer Zeit lernen und sich Berufe in der freien Natur wählen, denn  ein gesundes Leben in einem natürlichen Licht ist der bester Schutz gegen Sehschwächen jeder Art.

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