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Lexikon - Online Optiker

Chiasma Opticum?

Was ist das Chiasma Opticum? 

Unter dem Chiasma Opticum vesteht man in der Augenmedizin einen Bereich im Vorderhirn, wo sich die Sehnerven beider Augen kreuzen, d.h. das linke Auge wird von der rechten Hirnhälfte gesteuert und das rechte Auge von der linken Hirnhälfte. Dabei wechseln nicht alle Sehnerven die Seite, sondern nur etwas 50 % davon, was durch die anatomischen Anordnung der Augen und dem daraus resultierenden binokularen Sehen des Menschen bedingt ist.

Was für eine Funktion hat die Sehnervenkreuzung?

Die Kreuzung der Sehnervenbündel findet vor der Hypophyse statt, wo sich vor allen Dingen die Nervenfasern der Netzhaut (Retina), die sich auf der der Nase zugewandten Seite befinden. Die sich kreuzenden Fasern der temporalen Netzhauthälfte sind artabhängig gebündelt und damit unterschiedlich beim Mensch, Primaten, Fischen usw.. Das Chiasma Opticum ist auf das Sichtfeld des jeweiligen Menschen optimal abgestimmt und sichert die dreidimensionale Wahrnehmung seiner Umwelt, sowie die Abschätzung von Objekten in der Nähe und Ferne. Damit ist eine korrekte Orientierung im Raum gegeben. 

Gibt es Erkrankungen des Chiasma Opticum?

Ja, Erkrankungen in diesem Bereich des Gehirnes sind möglich, wie z.B. das Chiasma-Syndrom, wo durch ein Tumorwachstum ein starker Druck auf die Sehnervenkreuzung entstehen kann und es zu Sehfeldausfällen und Sehstörungen kommen kann.  Ist ein Sehnervenstrang hinter dem Chiasma Opticus (Kreuzung) betroffen, so führt dies zu einem Ausfall des nasalen Gesichtsfeldes und zum Ausfall des temporären Gesichtsfeldes des anderen Auges.

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