Lexikon - Online Optiker

Reflexion

Unter Reflexion versteht man in der Optik, das zurückspiegeln von Lichtstrahlen. Dabei ist die Reflexion nur an transparenten (lichtdurchlässigen) Medien, wie Gläser und Spiegel möglich. Treffen Lichtstrahlen auf nichttransparente Stoffe mit unebenen Oberflächen auf, so erfolgt keine Brechung des Lichtstrahles und auch keine Reflexion, sondern es erfolgt eine Streuung und Absorbtion der Lichtquanten. Damit wäre erst einmal das Wichtigste dazu erklärt.

Reflexion wird oftmals störend empfunden

Transparente und homogene (gleiche Materialeigenschaften an allen Punkten) Stoffe leiten das Licht geradlinig durch ihre Fläche. In der Praxis kommt das Licht aus einer Lichtquelle und wird von der Luft transportiert, tritt in ein transparentes Medium, zum Beispiel eine Fensterscheibe ein und tritt auf der Rückseite der Scheibe wieder in Luft über. Beim Durchtritt durch die beiden Grenzflächen Glas und Luft wird ein Teil des Lichtstrahles beim Austritt zu seiner optischen Achse hin gebrochen und ein kleiner Teile wird an der Eintrittsfläche des Fensterglases reflektiert. Die Reflexion ist quasi ein Transmissionsverlust der Lichtenergie und ist auch für die Blendung bei Spiegeln und Scheiben die auslösende Energie.

Dennoch ist die Reflexion auch ein sehr nützlicher Effekt, denn dieser dient zum Beispiel um Geschwindigkeiten zu messen, da ein Laserlichtstrahl an einer spiegelnden Oberfläche (Autofrontscheibe) zurückgeworfen wird und man direkt die umgerechnete Geschwindigkeit aus der Zeit und dem Weg, den das Lichtignal hin-und zurückläuft in zwei Messungen ablesen kann. Ebenso benutzen Landvermesser reflektierende Messlatten, zum Besipiel um einen zukünftigen Strassenverlauf abzustecken.