Lexikon - Online Optiker

Schraubenlose Brille

In der Regel sind Brillengestelle oder Rahmen, auch Fassungen genannt, mit verschraubten Bügeln versehen, die es uns ermöglichen die Brille aufzusetzen. Die Verbindungsstelle zwischen Fassung und Bügel wird durch ein Scharnier realisiert, deren Drehachse eine Schraube oder ein Stift ist. Nachteilig an dieser Konstruktion ist die häufige Lockerung oder auch Lösung dieser Schraubverbindung. Durch Nachziehen der Schraube kann man das Problem wieder lösen, bei den verschraubten Federscharnieren jedoch ist das Reparaturproblem oftmals komplizierter. Bei Messbrillen werden eher selten schraubenlose Brillen verwendet. 

Schraubenlose Brille - ein technischer Vorteil 

Abhilfe schafft hier eine schraubenlose Drehverbindung, die das technische Problem der notwendigen Drehung der Bügel an der Fassung entweder durch Kugelgelenke oder durch Federelemente realisiert. Gerade Federelemente erfreuen sich großer Beliebtheit, das sie sehr robust sind und ab einem bestimmten Winkel die Bügel selbständig ein- oder ausklappen. Allerdings sind diese Konstruktionen etwas teurer, aber auch Ermüdungsbrüche der Federelemente kommen häufig vor, da die notwendige Federvorspannung das Material (Titan) stark beansprucht. Das Brillengewicht wird aber durch das Titan stark reduziert.