Lexikon

Blinder Fleck

Der Blinde Fleck bezeichnet in der Augenheilkunde den Punkt im Auge, auf welchen sich die Sehnervpapille in den Außenraum projiziert. Das ist kurz und knapp die Definition. Im Alltag empfinden wir bei unseren Wahrnehmungen in der Umwelt keine Funktion des Blinden Fleckes, die uns beim Sehen stören würde. Im Inneren des Auges, dort wo sich die Sehnerven gebündelt befinden, in der Papille, treten diese aus dem Augapfel in Richtung Gehirn heraus. Wir dürfen nicht den Gelben Fleck mit dem Blinden Fleck verwechseln, die beide sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. 

So sind beim Gelben Fleck die Lichtsinneszellen der Zäpfchen am dichtesten, währen diese bei Blinden Fleck fast völlig fehlen. Welche Auswirkungen hat das für unsere Sehleistung? Betrachten wir zunächst den Gelben Fleck.  Der Gelbe Fleck (Makula) ist der Punkt im Auge, wo auf der Netzhaut (Retina) die größte Dichte von Zäpfchen und Stäbchen vorliegt. Die Zäpfchen werden für das farbige Sehen und die Stäbchen für das Sehen in der Dunkelheit benötigt. Dieser Gelb Fleck beträgt nur etwa 3-5 mm. Die Verbindung zwischen Auge und Gehirn bildet der Sehnerv.

Der Sehnerv durchstößt die Netzhaut an ihrer Vorderseite. Die Natur hat das wunderbar gelöst, da die Lichtsinneszellen auf der Netzhaut vom Lichteinfall weg angeordnet sind. Am Blinden Fleck durchstoßen die Nervenfaserbündel die Netzhaut und münden direkt ins das Gehirn. Der Blinde Fleck ist eine Aussparung für die Sehnerven zum Gehirn, er liegt bei beiden Augen etwa 15° abwärts in Richtung der Nase und befindet sich an der Stelle des schärfsten Sehens, in der Vertiefung der Fovea Centralis (Sehgrube).

Man kann die Funktionsweise des Blinden Flecks anhand zweier Schablonen selbst überprüfen.