Lexikon

Bindehautentzündung

Die Bindenhautentzündung der Augen hat zumeist eine bakterielle Komponente, wobei als Ursache allergische Reaktionen des Körpers auf Umweltgifte der Auslöser sind. Bei den Schadstoffen und chemischen Verbindungen in der Luft, der Nahrung und dem Wasser ist dies eine zwingende Folge der Fehlentwicklung aller Gesellschaften und ihrer naturfernen Lebensweise. Besonders die Augen von Kleinkindern und Babys sind die bevorzugten Erkrankten an einer Bindehautentzündung. Die Mediziner nennen diese Bindehauterkrankung Conjuktivitis, wobei es verschiedene Formen gibt, wie z.B. die übertragbare Bindehautentzündung, die Conjunktivitis epidemica. Immer, wenn an einer Krankheitsbezeichnung am Wortende „-itis“ steht, handelt es sich um Entzünd-ungen. Unabhängig von den Ursachen, die wir bei einer Bindehautentzündung nicht sehen, gibt es natürlich auch Ursachen, die eine Entzündung sichtbar machen, z.B. wenn Gase oder Stäube die Augen direkt treffen, oder wenn Sand bei Kleinkindern in die Augen gerät. Ebenso sind Insektenstiche ins Auge nicht so selten, als man annehmen möchte.

Die Bindehaut hat für das Auge mehrere Funktionen zu erfüllen, nicht nur den Schutz des Augapfels durch die schließbaren Augenlider mit einem Wimperbehang  an beiden Lidrädern. Die Bindehaut produziert eine dünne Schleimschicht, die den Reibungswi-derstand der Lidhaut auf der Hornhaut fast Null werden läßt und sie verteilt den anti-septischen Tränenfilm gleichmäßig über das gesamte Auge. Auf diese Weise werden schon eindringende Erreger zum Teile nach außen, aus dem Auge heraus geschwemmt und zum Teil isoliert, sowie durch körperfreundliche Bakterien unschädlich gemacht. Eine Bindehautentzündung kann sehr schmerzhaft sein, sodaß die Augenbewegung möglichst ruhig gestellt wird, indem eine Augenklappe mit Verband angelegt wird. Ebenfalls müssen beim Vorliegen solcher Entzündungen andere Augenerkrankungen, wie zum Beispiel der „Grüne Star“, oder die Entzündung tieferer Hautschichten ausgeschlossen bzw.  behandelt werden. Kontaktlinsenträger sind besonders gefährdet, da die Bindehautentzündung auf die Hornhaut übergreifen kann. Bindehautentzündung fällt auf durch rote, tränende Augen. Außerdem besteht ein starker Juckreiz und ein Druckgefühl in den Augen. Aus den Augen läuft in der Nacht gelbes Sekret, was am Morgen oftmals durch dicke Krusten am Lidrand auffällt. Die Augen sind sehr lichtscheu. Die Behandlung erfolgt zumeist mit Augentropfen und Augensalbe, deren Basis Cortisin oder Penicillin ist. Handelt es sich im eine übertragbare Bindehautentzüdung ist Hygiene in der Familie das erste Gebot. Bakterielle Bindehautentzündungen betreffen in den meisten Fällen zum Glück nur ein Auge. Eine gefährliche Form der Bindehaut-erkrankung entsteht durch die Geschlechtskrankheit Tripper, da die Gonokokken oder Chlamydien mit dem Genitaltrakt in Verbindung stehen. Gerade Jugendliche, die es weder mit der Sauberkeit, noch mit ihren Sexualpartnern genau nehmen, sind davon betroffen. Analsex und Lesbentum fördern diese Erkrankungen der Bindehaut sehr. Im Schwimmbad ist die Gefährdung durch seine Ansteckung mit Keimen im Wasser ebenfalls sehr groß, trotz Chlorierung des Wassers. Greift die Bindehautenzündung auf die Hornhaut über, wird auch das Scharfsehen des Auges beeinträchtigt.

Dieses Krankheitsbild nennt man Kerato-Conjunktivitis. Ebenso kann eine virale Erkältung mit Adeniviren eine akute Bindehautenzündung mit Lymphknotenschwellung auslösen, die sehr ansteckend ist und unbedingt durch einen Arzt behandelt werden muss. Auch Herpesviren können eine Bindehautentzündung auslösen. Weitere Binde-hautentzündungsformen treten durch Pollenallergien, wie z.B. durch den Heuschnupfen auch im Auge auf, wie die Rhinoconjunktivitis oder die Rhinitis vasmotorica. Hier ist das Sekret aus den Augen zumeist in großen Mengen vorhanden, jedoch glasklar. Die Arbeit am PC trocknet die Augen eher aus, da die Wimpernschläge weniger sind. Wie wir nun erfahren haben, ist es wichtig die Augen vor einer infektiösen Bindehautentzündung durch eine gute Hygiene und ein angepasstes Verhalten im Umgang mit schädlichen Substanzen genau „im Auge“ zu behalten.