Lexikon

Addition

Im augenoptischen Sinn bezeichnet man als Addition (ADD) den Nahzusatzwert in Dioptrien bei einem Gleitsichtglas. Dieser Nahzusatzwert (ADD) ist nicht abhängig von einer Fehlsichtigkeit in der Ferne und ist selten größer als 3,0 Dioptrien.  Ab einem Alter von etwa 40 Jahren wird bei einer Augenüberprüfung, im Fachjargon Refraktion ge-nannt,  die Messung des Nahzusatzwertes durchgeführt. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Wert an, da die Anpassungsfähigkeit (Akkommodation) des Auges abnimmt. Das Resultat dieses Alterungsprozesses ist die dadurch bedingte  Alterweitsichtigkeit (Pres-byopie), die jedoch keine Krankheit ist, sondern lediglich ein Verschleißgeschehen darstellt. Die Folge dieses Funktionsverlustes ist es, daß sich der maximale Nahzu-satzwert  (der Punkt , an dem noch scharf gesehen wird),  immer weiter in die Ferne verschiebt.  Dieser Additionswert (ADD) wird nur bei Gleitsichtbrillen eingerechnet.

Bei der Fertigung derartiger Sehfeldkorrekturen mittels Gleisichtgläsern kommt es oftmals zu Problemen bei den  Anwendern, wie Schwindel oder Sehstörungen. Der Grund ist zumeist eine zu hohe Addition der zugefügten Dioptrienwerte. Dazu gibt es Studien, dass häufig zu hohe Nahzusatzwerte Anwendung finden, die dann im Besonderen an Computerarbeitsplätzen zu Augenbeschwerden führen können. Man hat festgestellt, daß die modernen Fertigungstechnologien solche hohen Additionen nicht fachgerecht optisch berücksichtigen können.

 

Daher gelten folgende Aspekte einer Korrektionsbestimmung: 

  • Anwendung von Additionsschätztabellen nach Duane,
  • Einbezug der Beleuchtungssituation im Untersuchungsraum,
  • Feststellen der induviduellen Anforderungen der Person,
  • Vergleich aktueller Glastypen und deren Sehbereiche, sowie
  • Zeitpunktermittlung für Mehrstärkengläser, ergo Gleitsichtbrille.
Den besten Erfolg erzielt man, wenn die Addition auch für den Nahbereich induviduell Berücksichtigung bei der Korrektur findet.