Lexikon - Online Optiker

Standardscharnier

Das sogenannte Standardscharnier ist die meist eingesetzte Verbindung zwischen zwei beweglichen Teilen, und dass nicht nur in der Brillentechnik, sondern sondern fast  bei jedem Schar-nier, dass man im Baumarkt kaufen kann, ist dieses Prinzip realisiert. Man hat einen Trägerkörper, der in bestimmten Abständen eine, zwei oder weitere Metallzungen hat, die zu einem Zylinder zusammengedreht oder in einen Metallkörper eingebohrt sind. In diese Abstände greift nun eine ebensolche Konstruktion mit gleichen Zylinderteilen formschlüssig ein. In den entstandenen Zylinderhohlraum führt man nun einen Zylinderstift oder eine Zylinderschraube ein, wodurch das System stabilisiert wird und sich kraft-und formschlüssig radial bewegen und nach bedarf festziehen  lässt.

Standardscharniere für viele Gebrauchsgegenstände

Das ist das Prinzip und die Funktion aller Standardscharniere. Es ist technisch sinnvoll die notwendige Anzahl der Zylinderaugen (die eingerollten Metallzungen) bei einem Scharnier nach ihrer Funktion zu bestimmen, den je mehr solche ineinandergreifende Zylinderaugen zu verbinden sind, desto mehr muss die vertikale Achse der Zylinderschraube ein größeres Spiel (Abstand zwischen Zylinderstift und Zylinderaugen) aufweisen, da es sonst zu unerwünschten Reibungen zwischen den Flächen käme, die die Drehverbindung zum einen schwergängig machen und zum anderen auch eher verschleissen würden. Am besten sind unsymmetrische Zahlen von Zylinderaugen, wie 3, 5 oder 7 Augen, um eine stabile Drehverbindung zu schaffen, aber gleichzeitig die Bewegungsmöglichkeiten in weitere Achsenrichtungen einschränkt.