Lexikon

Federscharnier

In der Brillentechnik sind Federscharniere nicht mehr wegzudenken. Federscharniere machen das Gestell flexibel, verbessern den Tragekomfort für den Brillenträger und fixieren die Brille besser am Kopf des Trägers. Ebenso wird die Handhabung der Brille erheblich verbessert, als bei Brillen mit einem Standardscharnier. Der Unterschied zwischen den beiden Gestellarten liegt im möglichen Winkel der ausschwenkbaren Brillenbügel. Beim  Standardbügel ist der maximale Winkel 90°, beim Federbügel lässt sich Brillenbügel über diesen Winkel hinaus aufspreizen. Die Brillenbügel gehen daher bei einer Überlastung nicht so schnell kaputt und sitzen, durch die Federspannung auch besser am Kopf. Wird das Federscharnier über 90° belastet, so geht dieses aufgrund der Federspannung wieder in die Ausgangslage zurück - und das viele Male ohne zu brechen. Damit wird auch das auf-und absetzen der Brille wesentlich erleichtert und die Lebens-dauer der Brille wird verlängert. Sie lassen sich nach außen hin leicht überdehnen, d.h. sie können über einen 90°-Winkel hinaus noch etwas  weiter geöffnet werden, den die Bügel beim Tragen der Brille sonst nur einnehmen. Nach der Belastung federn sie stets in ihre Grundposition zurück. Das Überdehnen der Bügel nach außen und das zurückfedern in die Grundposition hat mehrere funktionelle Vorteile. Es erhöht den Tragekomfort ungemein, dennoch sollte das auf-und absetzen stets mit beiden Händen erfolgen, da ansonsten auf nur ein Scharnier die Belastung zu groß wird. Dieser Rat gilt für beide Scharnierarten.