Lexikon - Online Optiker

Mineralische Brillengläser

Was sind mineralische Brillengläser?

In der Entwicklung von Brillen haben sich organische und anorganische Gläser etabliert. Organische Gläser sind Kunststoffgläser und mineralische Gläser sind, was die Bezeichnung auch treffend ausdrückt, eben Glas.

Glas hat eine amorphe (ungerichtete Struktur) in Gegensatz zum Kristall, dass fälschlicherweise auch Glas genannt wird, eine Kristallstruktur. Die Herstellung von optischen Sehhilfen aus Glas geht schon sehr weit in die Historie zurück und wir wissen über vergangene Hochkulturen eigentlich sehr wenig, das meiste sind entweder Vermutungen, oder absichtliche Falschaussagen.

Von Mineralgläsern zu modernen Kunststoffbrillengläsern 

Doch zurück zu den Brillengläsern. Nachdem es durch die bahnbrechenden Entwicklungen eines Otto Schott aus Jena, mitte des 19. Jahrhunderts gelungen war extrem reine Glasmischungen herzustellen, bedurfte es nur noch zwei weiterer deutscher Forscherpioniere, nämlich dem Jenaer Physiker Ernst Abbè und dem Unternehmer Carl Zeiss, um in der Welt die ersten richtigen, optisch exakt berechneten Brillengläser zu fertigen. Damit war der Siegeszug der mineralischen Brillengläser eingeleitet und die Menschheit kam damit sehr gut zurecht. Allerdings wurden die Gläser ab plus/minus 12 Dioptrien sehr dick, klobig und unhandlich, also suchte man nach einer Alternative und diese bestand in der Nutzung von transparenten Kunststoffen. Diese wurden durch Mischungen mit Mineralien mit der Zeit so verfeinert, dass sie den mineralischen Gläsern nicht nur gleichgestellt waren, sondern sie waren in ihren optischen Eigenschaften wesentlich besser, leichter und verarbeitungsfreundlicher. 

Nachteile von mineralischen Brillengläsern

Wir wollen die Nachteile dieser mineralischen Gläser noch einmal kurz zusammenfassen.

1. Mineralische Gläser zerbrechen und splittern, was eine Verletzungsgefahr für die Augen bedeutet.

2. Mineralgläser werden mit steigender Dioptrienzahl immer schwerer und klobiger und damit für ihre Träger unbequem.

3. Was die Beschichtungen zum Schutz gegen UV-Strahlung und Entspiegelung betrifft haben wir bei mineralischen Gläsern ein technisches Verfahren der Dotierung mit Mineralatomen, daß etwas kostenintensiver ist, als das Aufbringen von Lackschichten auf Kunststofflinsen (die Bezeichnung « Kunststoffgläser » ist ein Widerspruch in sich).

Damit belegen mineralische Gläser in einer modernen Fertigung den Platz 2 unter den Sehhilfen. Wir von TOPGLAS haben uns deshalb ausschließlich auf Kunststoffbrillengläser spezialisiert. In Deutschland haben circa 90% aller Brillenträger Kunststoffbrillengläser. 

Das könnte Sie auch interessieren: 

Brillen online verglasen und 60% sparen - wie funktioniert das?

Woher beziehen wir unsere Brillengläser?

Das bedeuten Ihre Werte auf dem Brillenpass

AKTION + 1 1a 2 3 3a 4 5