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Rot-Grün-Sehschwäche

Rot-Grün-Schwäche

Die „Rot-Grün-Sehschwäche“ ist ein Gendefekt, welcher vererbt wird, man kann daran nicht erkranken. Aufgrund der Anordnung der X-Y-Chromosome trifft diese Erkrankung ausschließlich Männer.

Nach statistischen Untersuchungen liegt der Anteil der Rot-Grün-Sehschwäche in Deutschland zwischen 5 % bis 9 %, wobei der Schweregrad sehr variieren kann.

Das heißt von gering bis vollkommen Rot-Grün-Blind kommt die gesamte Bandbreite vor. Man nennt die totale Blindheit für die Farben rot-grün auch Daltonsche Erkrankung, nach ihrem Entdecker John Dalton.

Gründe für eine Rot-Grün-Sehschwäche

Der ursächliche Schaden liegt im Fehlen eines chemischen Botenstoffes, der Lichtimpulse sichtbar macht, dem Opsin. Das technische Prinzip der Zäpfchen ist so, dass diese unterschiedliche Moleküle aufweisen, die bei unterschiedlichen Lichtwellen zu arbeiten beginnen, d.h. sie werden aktiviert. Trifft zum Beispiel langwelliges Licht auf die Netzhautzäpfchen, so werden die Rot-Zapfen stimuliert, treffen mittlere Wellenlängen auf die Netzhaut, so werden die Grün-Zapfen aktiviert und trifft kurzwelliges Licht auf, so werden die Blau-Zapfen aktiviert.

Rot-Grün-Sehschwäche ist keine Krankheit

Die zweite Gruppe von Sehzellen in der Netzhaut sind die  Stäbchen, die jedoch mit der Farbsehschwäche nichts zu tun haben, da diese nur für Hell-Dunkelsehen  benötigt werden. Zumeist benutzt man für die verschiedenen Farbschwächen lateinische oder griechische Bezeichnungen, wie für die Rot-Sehschwäche die Bezeichnung Prot-Anomalie und für die Rot-Blindheit die Bezeichnung Protanopie, analog für die Grün-Schwäche die Bezeichnung Deuter-Anomalie und für die Grün-Blindheit die Bezeichnung Deuteranopie.

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