Lexikon

Clean Coat

Clean Coat bezeichnet in der Augenoptik eine spezielle Beschichtung von Brillengläsern. Die Beschichtung dient dazu, dass sich die, auf die Gläser absetzenden Staub-und Schmutz-partikel nicht festsetzen können. Außerdem lassen sich die Gläser problemloser reinigen, als ohne eine solche Clean Coat-Beschichtung. Das hat den Vorteil, dass die Gläser länger kratzfrei bleiben und dadurch auch eine längere Lebenszeit aufweisen. Besonders für hochwertige Brillengläser, also für teure Gläser, lohnt sich der Aufwand, da die Gläser lange Zeit durch die Beschichtung optimal geschützt sind.

Insbesondere sind Brillenträger, die berufsbedingt oder auch durch den Freizeitsport schädlicheren Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, profitieren von dieser speziellen Hart-lackschicht, die sowohl Haarrisse als auch Kratzer minimiert. Wie funktioniert eine solche Clean Coat-Schicht? Zum einen ist diese Schicht extrem glatt, das bedeutet, daß Staub und Schmutz weniger haften. Desweiteren hat diese Schicht bessere Benetzungseigenschaften als nur eine Entspieglungsschicht.

Nimmt man einen Wassetropfen her, der auf eine Glasfläche tropft, so hat dieser das Bestreben eine Kugelform anzunehmen. Dieser Effekt beruht auf der Anziehungskraft (Adhäsionskraft) zwischen den Wassermlokülen.  Je größer die Anziehung zwischen Was-sertropfen und Brillenglas ist, umso stärker lagern sich die Wassermoleküle mit den Schmutzpartikeln an. Durch das Aufbringen der Clean Coat-Schicht verringert sich die Haftung zwischen Glasoberfläche und den Wassermolekülen. Die Kohäsionskraft (das Zu-sammenziehen) wird größer als die Adhäsionskraft (die Anhaftung) und das bedeutet, der Wassertropfen behält seine Kugelform und tropft sofort ab, mit ihm die Schmutzpartikel. Man nennt dieses Verhalten hydrophob und verwendet als Basismateriel der Beschichtung sogenannte Aklkylsilane, die eine gute Haftung der Schicht auf der Glasoberfläche gewährleisten.