Lexikon

Konvexlinsen

In der Optik werden Konvexlinsen auch als Sammellinsen oder Positivlinsen bezeichnet. Ihr Kennzeichen ist es, dass sie in der Mitte dicker ist als am Rand. Einfallendes paralleles Licht wird nach dem Austritt aus der Linse in einem Brennpunkt auf der Hauptachse zusammengeführt. Diesen Punkt nennt man Fokus und der Abstand von der senkrechten Linsenachse an ihrer höchsten Krümmung (Scheitelpunkt) bis zum Brennpunkt, nennt man Brennweite. Bei konvexen Linsen gibt es verschiedene Formen, wie die nach beiden Seiten gleich gekrümmte Linse. Man nennt sie Bikonvexlinse. Eine andere Form hat eine plane Fläche und eine gekrümmte Fläche, diese nennt man plankonvexe Linse. Schließlich noch eine dritte Variante, die konkav-konvexe Linse, die zwei gekrümmte parallele Flächen aufweist. Man bezeichnet diese Form auch positiver Meniskus oder sphärische Linse. Daneben gibt es auch asphärische Linsen, wobei die beiden Flächen konvex-hyperbolisch, konvex-parabolisch oder konvex-ellipsoid sein können. Sammellinsen sind aus einem transparenten Glas oder Kunststoff, worin das einfallende Licht nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten gebrochen wird. Gebrochen bedeutet, dass der Lichtstrahl aus seiner ursprünglichen Richtung in eine andere Richtung abgelenkt wird. Trifft Licht auf eine Konvexlinse, so wird es an der Grenzschicht Luft zu Glas und Glas zu Luft gebrochen. Es erfolgt also an Sammellinsen eine zweifache Lichtbrechung. Die Lichtbrechung an sehr dicken Linsen ist anders, als an sehr dünnen Linsen. Nicht bei jeder Linse kann man ihre Funktion an der Form erkennen, das gilt im besonderen für Linsen, die eine Flüssigkeit im Inneren enthalten oder für Linsen, die aus mehreren unterschiedlichen Materialien mit verschiedenen Brechwerten aneinander gefügt sind (z.B. Achromaten).