Lexikon

Dioptrie

Eine Dioptrie ist eine optische Maßeinheit und steht für eine Vergrößerungs-, oder Verkleinerungwirkung von Linsen, d.h. ihr Maßstab beschreibt, wie stark ein optisches Glas das Licht brechen muss, damit eine vorhandene Fehlsichtigkeit korrigiert werden kann. Negative Dioptrie-Werte stehen für Kurzsichtigkeit und positive Dioptrie-Werte für Weitsichtigkeit. Je größer dieser Wert ist, umso stärker muss die Korrektur sein, und umso schlechter kann man ohne Sehhilfe sehen. Da das menschliche Auge keine ideale Kugel ist, sondern von dieser Form abweicht, so entstehen auch unterschiedliche Abweichungen der Sehleistung. Ein normales Auge hat in seiner Linse eine Brechkraft von etwa 60 Dioptrien im entspannten Blick in die Ferne.

Ist der der Augapfel mehr gestreckt, so ist man kurzsichtig und benötigt eine Zerstreuungslinse (konkav). Ist der Augapfel eher kürzer, so ist man weitsichtig und benötigt eine Sammellinse (konvex) zur Korrektur. Kommt noch Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) hinzu, so benötigt man eine torische Ausgleichslinse. Die Brechkraft des Auges ist dynamisch, dass bedeutet, sie kann sich an ihr Sehfeld anpassen. Diese Anpassung (Akkommodation) der Brechkraft geschieht zum einen über die Hornhaut und zum anderen über die Linse. 75 Prozent erfolgt die Anpassung über die Hornhaut und 25 Prozent über die Augenlinse.

Man kann auch schreiben:

1 dpt =  1/f (m)

f= Brennweite (m)

Eine gute Faustformel zur Selbstabschätzung der benötigen Dioptriezahl: Kehrwert der Entfernung, in der man gut sehen möchte (z.B. 100 m = 0,01 m), minus Kehrwert der Entfernung in der man gut sehen kann (z.B. 5 m = 0,2), ist gleich Brechkraft der Brille in Dioptrien:  0, 01 – 0,2 = - 0,19 dpt.