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Lexikon - Online Optiker

Adaptation Augen

Was versteht man unter Adaptation?

Unter Adaptation versteht man in der Augenheilkunde die Fähigkeit der Augenpupille (Iris) sich auf veränderte Lichtverhältnisse (Hell-Dunkel-Anpassung), automatisch auf ein Optimum für die Sehschärfe zu regulieren.

Diese Adaptation geschieht innerhalb weniger Sekunden oder dauert bis zu 30 Minuten. Sie ist gleichzeitig ein Schutz für das Augeninnere durch zu viel starkes Licht (vor allem UV-Anteile), welches die Sehzäpfchen und Stäbchen schädigen könnte. Der Anpassungseffekt geschieht durch einen unwillkürlichen Reflex, der die Pupille wie bei einer Kamera, als Lochblende weiten oder verengen kann.

Wie wichtig ist die Adaptation für die Augen?

Die Adaptation ist ein wichtiger Prozess für das normale Sehvermögen und ein Schutzmechanismus vor möglichen Schädigungen. Die Pupille ist in der Lage die Lichtzufuhr um bis zu 80%  zu drosseln.  Die Pupille oder Lochblende wird durch Muskelfasern betätigt und diese durch Nervenimpulse angeregt. Ebenso verfügt auch die Netzhaut (Retina) über Photorezeptoren (Zäpfchen und Stäbchen), die das Sehen erst durch einen photochemischen Effekt möglich werden lassen, wobei die Zäpfchen für das Tagsehen und die Farben zuständig sind, während die Stäbchen das Dunkel-oder Dämmerungssehen ermöglichen. Die Anpassung dauert relativ lange beim Eintritt aus dem Hellen ins Dunkle, da die Netzhaut erst komplett von Zapfensehen auf Stabsehen umgestellt werden muss. Der Wechsel von Dunkel zu Hell verläuft jedoch wesentlich schneller.

Was für Störungen können bei der Adaptation auftreten?

Im Mechanismus der automatischen Adaptation kann es zu Störungen in der Netzhaut kommen, wenn z. B. ein Vitamin A-Mangel, sowie ein Lutein-oder Astaxanthin-Mangel vorliegt, wobei diese Stoffe unbedingt für die Herstellung des Sehfarbstoffes Rhodopsin in den Sehzapfen benötigt wird. Hierbei kann es zur Nachtblindheit kommen, ebenso zu einer AMD (Altersbedingte Makuladegeneration). Weitere Störungen des Adaptionsvermögens können durch Schlaganfälle und Hirntumore verursacht werden, aber auch durch die Netzhauterkrankung Retinopathia Pigmentosa.

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