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Lexikon - Online Optiker

Hemianopsie

Was ist Hemianopsie?

Das Wort Hemianopsie setzt sich aus den griechischen Wort Hemi = Hälfte, Halb und dem Wort Anopsie = nicht sehen, zusammengesetzt bedeutet es: halbseitig sehen. Für einen Betroffenen bedeutet dies, daß er einen halbseitigen Gesichtsfeldausfall hat, der vorwiegend durch einen erlittenen Schlaganfall auftritt.

Nach statistischen Angaben erleiden etwa 270.000 Menschen pro Jahr in der BRD einen Schlaganfall (Apoplex), wovon etwa 160.000 das erste Jahr überleben und von diesen Personen haben 20 % bleibende Sehstörungen, die sich als Hemianopsie, als Quadrantenanopsie und als Skotom manifestieren.

Insgesamt leiden etwa 25.000 Personen pro Jahr an Hemianopsie.

Wie wirkt sich Hemianopsie aus?

Hemianopsie  ist für den Betroffenen nicht nur störend, sondern auch gefährlich, da dieser auf einer Seite, entweder rechts oder links nichts in seiner Umgebung wahrnehmen kann. Gefährlich als Fussgänger, so daß der Betroffene auch sein Gehör schärfen muss, ob etwas auf seiner geschädigten Seite auf ihn zu kommt. Auch muss er umsichtiger mit dem nicht geschädigten Auge öfters in die Richtung sehen, wo ihm das normale Gesichtsfeld fehlt. Dieser Zustand der Hemianopsie führt auch oftmals zu Schrecksituationen, wenn der Betroffene von der kranken Seite aus plötzlich angesprochen oder angerempelt wird.

Kann man etwas gegen diesen Gesichtsfeldausfall tun?

Viele Betroffene wissen nicht, daß es in Deutschland ein Patent  von einem Augenoptikermeister (Martin Mütsch) gibt, der eine spezielle Hermianopsie-Brille entwickelt hat, die vielen Betroffenen mehr Lebensqualität geben könnte. Die Funktionsweise einer solchen Brille besteht darin, daß in die Gläser kleine unsichtbare Glaskeile (Yoged-Prismen = Umlenkprismen) eingearbeitet sind, welche das Licht umlenken und zwar in die Richtung, wo sich der Gesichtsfeldausfall befindet: oben, unten, rechts oder links.

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