Lexikon

Sakkaden

Unter einer Sakkade versteht man in der Augenmedizin eine unerwünschte Augenrückbewegung von einem eben fixierten Objekt. Durch diese unwillkürliche Rückbewegung des Auges ist die optische Wahrnehmung der Form und Farbe des fixierten Objektes stark eingeschränkt. Sakkaden sind ihrer Entstehung und ihrem Wesen nach nervlich bedingte, unkontrollierte Muskelbewegungen, hier zum Beispiel in den Augenmuskeln. Aber sicher hat schon fast ein jeder Mensch einmal erlebt, wie sich sein Arm oder sein Bein plötzlich und unwillkürlich bewegte, auch das sind Sakkaden, eben reflektorische Muskelzuckungen.

Sakkaden sind reflektorische Muskelzuckungen 

In der Augenmedizin wird die Sakkadenfunktion überprüft, indem der Proband seine beiden Hände im Abstand von etwa 40 cm in gleicher Höhe vor seine Augen hält.  Der Augenarzt beobachtet den Propanden mit welcher Schnelligkeit und Genauigkeit er abwechselnd die beiden Hände fixieren kann und ob er dabei Korrektursakkaden benötigt. Der Augenabstand spielt dabei keine Rolle. 

In der Beurteilung kommt es zur Feststellung zum Beispiel von verlangsamten Sakkaden, die zumeist auf der Basis von neurodegenerativen Erkrankungen beruhen, oder zu schnellen Sakkaden, die bei Kleinhirnschädigungen auftreten.