Lexikon

Brillengewicht

Wenn es um den Kauf einer neuen Brille geht, spielt das Gewicht der Sehhilfe eine große Rolle. Es geht nicht nur darum, die Sehbehinderung geschickt zu kaschieren, sondern es geht vor allem darum bei der Benutzung einer Brille, nach deren Absetzen, nicht bleibende Spuren an der Nase und oberhalb der Ohren zu hinterlassen. Gerade bei Glatzköpfen sieht man die eingearbeiteten Gräben der Brillenbügel über den Ohren sehr auffallend. Das Gewicht einer Brille wird in erster Linie von seinen Gläsern und danach von seiner Fassung, oder dem Brillengestell als Ganzes verursacht. 

Bei den Gläsern bestimmt zuerst das verwendete Material das Gewicht und deren Auswahl wiederum hängt von der benötigten Dioptrienzahl, welcher der Brillenträger benötigt, ab. Zu unserem Vorteil wurden von findigen Entwicklern optische Kunststoffe entwickelt, die die schweren Mineralgläser bei hohen Dioptriezahlen ablösen konnten. Dazu bestimmen weitere Faktoren das Gewicht einer Brille, wie das verwendete Fassungsmaterial, die Größe der Gläser, mit oder ohne Gläserfassung aus Metall oder Kunststoff.  Bei den Fassungen aus Metall wiederum gibt es verschiedene Metalle oder Legierungen, die bedeu-tenden Einfluss auf das Brillengewicht haben. So ist zum Beispiel Titan sehr belastbar und trotzdem sehr leicht gegenüber Edelstahl.

Bei den Kunststofffassungen werden verstärkt Acetate verwendet, die ebenfalls leicht, formstabil und in fast allen Designs gefertigt werden können. Das Tragegefühl und modisches Aussehen sind ebenso Faktoren, die direkt oder indirekt in das Brillengewicht eingehen. Die Form und Ausführung der Bügel und der Scharniere haben Einfluss auf das Brillengewicht. Filigran oder wuchtig ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern letztendlich des persönlichen Wohlbefindens und der Leichtigkeit mit einer Sehhilfe durchs Leben zu gehen die uns keine Druckstellen beschert.