Lexikon

Halbbrillen

Halbbrillen sind beliebt, da die Gläser nur etwa halb so groß sind wie die Gläser einer normalen Brille. Der Nasensteg ist breiter ausgeführt, wodurch die Brille auf der Nase weiter unten sitzt. Eine Halbbrille wird oftmals getragen, wenn  Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) vorliegt, jedoch für die Fernsicht noch keine Brille benötigt wird. Diese Brillen werden häufig als Lesebrillen genutzt. Das Praktische an einer Halbbrille ist es, daß besonders das Nahsehen nur kurz unterbrochen werden muss, denn der  Brillenträger kann ohne Probleme über die Halbgläser schauen, ohne die Brille abzusetzen. Halbbrillen werden ausschließlich als Einstärkenbrillen agefertigt. Weisst der Brillenträger zwei Fehlsichtigkeiten auf, zum Beispiel Kurzsichtigkeit und Übersichtigkeit, dann wird eine Gleitsichtbrille benötigt die beide Sehschwächen zugleich korrigiert. Ansonsten müssten zwei Brillen angefertigt werden, die jeweils eine Sehschwäche ausgleichen. Durch die Gleitsichtgläser sind Halbbrillen fast aus der Mode gekommen, aber sie können auf eine sehr alte Tradition zurückblicken. Brillengläser von Halbbrillen können aus Glas und aus Kunststoff gefertigt werden. Ebenso werden Brillenfassungen in den verschiedensten Werkstoffen,  wie Kunststoff, Metall oder Horn gefertigt. Halbbrillen müssen ebenso sorg-fältig und genau bei einem Optiker angepasst werden, wie jede andere Brille auch. Worauf es ankommt ist der Augenabstand, Dioptrien, Sphäre und Achse. Alle diese Parameter müssen exakt ausgemessen und bestimmt werden. Die Gläser einer Halbbrille können entspiegelt und mit einer Hartschicht versehen werden. Neben dem Ausgleich der Sehschwäche, werden mit Halbbrillen auch modische Akzente gesetzt und verleihen ihrem Träger auch einen gewissen intellektuellen Touch.