Lexikon

Bifokalgläser

Bifokalgläser korrigieren mögliche Sehfehler in Nah-und Fernbereich. Der Aufbau von Bifokalgläsern mit zwei verschiedenen Sichtzonen innerhalb des Trägerglaskörpers wird so realisiert, indem eine eingeschmolzene Zusatzlinse, in Abhängigkeit des benötigten Brechwertes für das Nahsehen im unteren Teil des Glases integriert wird. Oftmals ist eine Trennlinie für die Nah/-Fernzone sichtbar. Die Herstellung von Bifokalgläsern erfolgt mit mineralischem Glas, als auch mit organischen Kunststoffgläsern. Bei Bifokalgläsern fehlt ein optischer Zwischenbereich, da der Übergang von der Nah-zur Fernzone abrupt ist. Der Vorteil diese Gläser ist besonders bei einer Autofahrt positiv zu verspüren, da man in die Ferne exakt sieht und auch die Instrumente, oder das Navigationsgerät sehr gut ablesen kann.

Den optischen Sprung über die Fehlzone des Zwischenbereiches  nimmt man nicht wahr. Bifokalgläser sind die häufige Wahl von Personen, die als der Altersfehlsichtigkeit (Presbyopie) leiden, da die Anpassungsfähigkeit (Akkommodation) der starr werdenden Augenlinse das Sehvermögen im Nahbereich stark schwächt. Eine Einstärkenbrille ist für die Korrektur beider Fehlsichtigkeiten in der Nähe und Ferne ungeeignet. Noch besser wären Trifokalgläser, die auch den Zwischenbereich des Sehfeldes zwischen 40-80 cm abdecken. Allerdings benötigen die unterschiedlichen Korrekturwerte innerhalb eines Glases auch eine längere Zeit der Eingewöhnung.