Lexikon

Astigmatismus

Astigmatismus ist die Bezeichnung für einen, meist angeborenen Augenfehler, der  Hornhautverkrümmung. Die Hornhaut ist dabei nicht kugelsymmetrisch gleichmäßig gekrümmt, sondern in einer Achse anders verformt. Daher kommt es nicht zu einer punktförmigen, sondern zu einer strichförmigen Abbildung. Man spricht daher auch von einer Stabsichtigkeit. Der Astigmatismus ist zumeist noch mit weiteren Brechungsfehlern des Auges behaftet, wie der Kurz-, oder Weitsichtigkeit in Kombination mit der Stabsichtigkeit.

Der Astigmatismus kann operativ, sowie mit Kontaktlinsen oder einer Brille korrigiert werden.  Operative Verfahren sind dann sinnvoll, wenn das tragen von Kontaktlinsen oder Brille nicht möglich, oder nicht gewünscht ist. Bei einer Operation an den Augen sind in der Nachsorge auch vom Patienten schonendes Verhalten zu erwarten. Wird eine Brille bevor-zugt, so kommen Zylindergläser (torische Linsen) zum Einsatz, um das parallel ankom-mende Licht punktförmig auf der Netzhaut abzubilden. Die Korrektur des Astigmatismus wird in Dioptrien angegeben und mit Zyl., oder cyl. als Kürzel versehen, ebenso steht vor dem Korrekturwert ein Minus, also z.B.  Zyl: - 3,5 dpt.

Erfolgt die Korrektur des Astigmatismus mit Kontaktlinsen, so wird nach der Vermessung der Brechkraft des Auges, der Hornhautbeschaffenheit und des Augenhintergrundes eine geeignete Kontaktlinse ausgewählt und formstabil an den Augapfel angepaßt. Hier empfeh-len sich ebenfalls torische Linsen, die bei sachgerechter Pflege und Kontrolle durch den Augenarzt lange Zeit getragen werden können.