Brillengläser für Farbenblinde / Rot-Grün-Schwäche

Neue Brille korrigiert rot-grün-Schwäche

Farbenblindheit gegen Farbensehschwäche

Der Begriff „Farbenblindheit“ wird häufig synonym für sämtliche Arten der Farbsehschwächen und Farbfehlsichtigkeiten verwendet, unter anderem auch für häufig vorkommende die Rot-Grün-Schwäche. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei nicht um eine völlige Blindheit, sondern um eine Schwäche des Farbensehens. Betroffene haben Schwierigkeiten, diese Rot und Grün zu differenzieren. Im Gegensatz dazu bezeichnet eine Farbenblindheit die komplette Unfähigkeit, Farben zu erkennen. Die Sehleistung kommt in diesem Fall ausschließlich von den Hell-Dunkel-Rezeptoren, was oft eine generelle Reduktion des Sehens mit sich bringt. Nicht selten leiden Betroffene zusätzlich unter Verschwommensehen, Augenzittern oder stark erhöhter Lichtempfindlichkeit.
Bei der Rot-Grün-Schwäche können die Farben in stark abgeschwächter Form zwar ansatzweise erkannt, aber nur sehr schwer unterschieden werden. Doch obwohl die Schwäche im Gegensatz zur Farbenblindheit oft jahrelang unerkannt bleibt, sehen sich Betroffene im Alltag mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Vor allem im Straßenverkehr kommt es beispielsweise beim Erkennen der Ampelfarben aus größerer Distanz zu Einschränkungen. Viele Berufe, wie unter anderem Polizist, Pilot oder Lokomotivführer, dürfen bei dieser Art der Schwäche nicht ausgeübt werden.

Woher kommt die rot-grün-Schwäche?

Auf der Netzhaut jedes menschlichen Auges sitzen etwa sechs Millionen Zapfenzellen, welche für das Farbensehen verantwortlich sind. Jede dieser Zellen ist einer der drei Farben Rot, Grün und Blau zugeordnet. Bei der Rot-Grün-Schwäche kommt es zu einem zu starken Überlapp der Farbpigmente für Rot und Grün, die in die Membranen der Zapfenzellen eingebettet sind. Dadurch verringert sich der Kontrast zwischen diesen beiden Farben und sie können schlechter voneinander unterschieden werden.
Männer sind von dieser Art der Sehschwäche ungefähr zehnmal häufiger betroffen als Frauen. Sie wird in seltenen Fällen im Lauf des Lebens erworben, meistens ist sie aber angeboren und kann nicht dauerhaft korrigiert werden.

Die Brille gegen Farbenblindheit

Nun gibt es seit kurzem eine Brille gegen Farbenblindheit. Die Firma EnChroma aus Berkeley in Kalifornien bietet sie in verschiedenen Modellen an. Optisch wirkt sie wie eine Sonnenbrille, doch sie ist weit mehr als das. Die Gläser sind aus Polycarbonat und mit einer speziellen Technologie beschichtet, die sich Color Boost Technology nennt. Dadurch filtert die Brille Licht in bestimmten Wellenlängenbereichen und vermindert so den zu starken Überlapp zwischen Rot und Grün. Dies hat einen verbesserten Kontrast und ein deutlicheres sowie schärferes Sehen der Farben zur Folge. Die Brille gegen Farbenblindheit wird individuell von der Firma EnChroma angefertigt, ein Exemplar kostet zwischen 350 und 450 Euro.
Der Vollständigkeit halber ist auch der eine oder andere Nachteil zu nennen. Mit ihren getönten Gläsern kann die Brille nur unter Sonnenlicht angewendet werden und braucht etwa eine halbe Stunde Vorlaufzeit, um ihre volle Funktionsfähigkeit zu entfalten. Darüber hinaus kann lediglich eine Farbsehschwäche und keine komplette Farbenblindheit ausgeglichen werden.
Menschen, die unter einer Rot-Grün-Schwäche leiden, können ihr Sehvermögen mit der Brille gegen Farbenblindheit aber deutlich verbessern und ihren Alltag damit um ein Vielfaches erleichtern.

Wie wirkt die EnChroma Brille

Sobald man die EnChroma Brille aufgesetzt hat, dauert es einige Minuten bis sich die Augen auf den neuen Blick eingestellt haben. Der erste Eindruck ist für die meisten Betroffenen mit Farbproblemen beeindruckend. Sie können zum erstenmal zwischen rot und grün unterscheiden und sind überwältigt von der Farbenvielfalt. Das folgende Video wird dies veranschaulichen.

Wenn Sie Interesse an der EnChroma Brille haben schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@topglas.de.