Computerbrille (Bildschirmbrille) am Arbeitsplatz

Wozu eine Computerbrille?

Ab einem Alter von 35-40 Jahren lässt bei den meisten von uns die Sehkraft nach, die sogenannte "Altersweitsichtigkeit" kann sich bemerkbar machen. Wer deshalb eine Lesebrille benötigt, wird schnell feststellen, dass sie ihm bei der Arbeit am Bildschirm keine wirkliche Hilfe ist. Lesebrillen sind optimiert für eine Nahdistanz von etwa 30-50 cm. Zudem sind ihre Gläser meist so beschaffen, dass wir dann am schärfsten sehen, wenn wir den Blick ein wenig nach unten richten. Bei einer gesunden Sitzhaltung am Schreibtisch beträgt die Distanz zwischen Augen und Monitor jedoch 60-70 cm und unser Blick geht nach vorne.
Bei dieser Sachlage sind wir oft gezwungen, den Rücken krumm zu machen und mit dem Gesicht näher an den Bildschirm zu rücken. Schmerzen und Verspannungen sind vorprogrammiert und könnten leicht zum Dauerproblem werden – wenn es nicht die Arbeitsplatzbrille gäbe!

Wie funktioniert eine Computerbrille?

Die Bildschirmbrille ist eine Gleitsichtbrille, die über 3 verschiedene Sehzonen verfügt. Dabei ermöglicht die Hauptzone eine gute Sicht auf mittlere Distanzen, wie sie dem Abstand zwischen Monitor und Auge entsprechen. Der Nahbereich wird im unteren, der Fernbereich im oberen Sichtfeld scharf erkennbar – gemäß der natürlichen Stellung unserer Augen für die jeweilige Sehzone.
Wer am Bildschirmarbeitsplatz eine solche Brille trägt, der kann Manuskripte, Tastatur, Bildschirm und Gesprächspartner gleichermaßen gut sehen, ohne dabei seine Nackenmuskeln übermäßig zu strapazieren. Ein entspanntes Arbeiten ohne schmerzhafte Folgen ist so wieder möglich. 

Woran merke ich noch, dass ich Bildschirmbrillengläser brauche?

Ein Großteil der Menschen, die mehrere Stunden täglich vor dem Computer sitzen, klagt über Kopfschmerzen bzw. über trockene, müde und lichtempfindliche Augen. Wenn Sie unter solchen Beschwerden leiden oder sich bei der Arbeit öfter nach vorne zum Bildschirm beugen müssen, könnten Sie ebenfalls von einer Arbeitsplatzbrille profitieren.
Messen Sie am besten die Entfernungen an Ihrem individuellen Arbeitsplatz aus und gehen Sie damit zu einem Augenoptiker – er wird Sie fachmännisch beraten und Ihnen gegebenenfalls die entsprechende Brille anfertigen. 

Wer trägt die Kosten?

Gemäß den EU-Richtlinien für Bildschirmarbeitsplätze sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren an Bildschirmgeräten beschäftigten Mitarbeitern regelmäßig eine Untersuchung des Sehvermögens durch entsprechende Fachleute anzubieten. Liegt dann vom Augenoptiker bzw. Augenarzt eine Bescheinigung über die Notwendigkeit einer Computerbrille vor, hat der Arbeitgeber zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen. Schließlich gehört die Bürobrille laut Arbeitsschutzgesetz zur persönlichen Schutzausrüstung am Arbeitsplatz. 

Welche Fassung und welche Gläser sind geeignet?

Achten Sie bei der Wahl der Fassung mehr auf praktische Dinge als auf Modetrends. Je leichter die Brille ist, desto angenehmer wird für Sie das Sehen am Bildschirm. Besonders bewährt haben sich Brillenbügel mit Federscharnieren. Wegen der unterschiedlichen Sehzonen muss außerdem eine gewisse Höhe gegeben sein.
Die Brillengläser sollten wegen der für Büroräume typischen zahlreichen Lichtquellen eine Entspiegelungsschicht aufweisen. Kunststoffgläser tragen dazu bei, das Gewicht der Brille niedrig zu halten.

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Arbeitsplatzbrille oder Kontaktlinsen?

Kontaktlinsenträger müssen nicht zwangsläufig auf eine Bürobrille umsteigen, sollten aber einige Punkte beachten: Da bei der Arbeit am Bildschirm der natürliche Lidschlag deutlich reduziert ist (wir zwinkern ganze fünf Mal weniger als sonst), wird auch weniger Tränenflüssigkeit auf dem Auge verteilt. Es wird trocken und reagiert empfindlicher auf Reizungen. Gerade Kontaktlinsenträger sollten hier durch die Verwendung spezieller Augentropfen vorbeugen oder sich auf ein Linsenmaterial umstellen, das besonders gut Feuchtigkeit bindet.
Findet die Arbeit am Bildschirm allerdings in staubiger Umgebung (Werkstätten) statt, sind Kontaktlinsen gänzlich ungeeignet. Eine Brille verträgt nicht nur den Staub besser, sondern erfüllt zugleich eine wertvolle Schutzfunktion.
Für viele Berufe liegt die optimale Lösung in einer Kombination zwischen Bildschirmbrille und Kontaktlinsen.

Allgemeine Tipps für besseres Sehen am Arbeitsplatz:

  • Schaffen Sie ideale Lichtverhältnisse. Die Beleuchtung darf sich nicht im Bildschirm spiegeln und nicht blenden. Helle Lichtquellen neben dem Monitor überfordern das Auge und können Kopfschmerzen verursachen.
  • Sorgen Sie für eine komfortable Sitzhaltung. Bürostuhl und Schreibtisch sollten individuell höhenverstellbar sein. Auch die Position von Monitor, Maus und Tastatur sollten eine ergonomische Sitzhaltung fördern.
  • Achten Sie auf die Qualität der Raumluft. Regelmäßiges Lüften und ausreichend Feuchtigkeit erhöhen Ihr Wohlbefinden und kommen somit auch Ihren Augen zugute. 
  • Gönnen Sie sich zwischendurch kleine Pausen und machen Sie Entspannungsübungen für die Augen. Bewegen Sie Ihren Blick dabei durch den Raum und fokussieren Sie bewusst Objekte, die etwas weiter entfernt sind. Neben einer leichten Massage über der Nasenwurzel sorgen auch Wärme und Dunkelheit für entspannte Augenblicke.