Warum ist die Pupillendistanz so wichtig?

Die Pupillendistanz (PD) gibt den Abstand der Pupille des rechten und linken Auges vom Nasenrücken aus an. Da die Gesichtshälften des Menschen nie symmetrisch sind, ist auch die Pupillendistanz beim rechten und linken Auge unterschiedlich. Zur Anfertigung korrekter Brillengläser sind nicht nur Dioptrien und Hornhautverkrümmungen entscheidend, sondern auch die exakte Pupillendistanz. Der Optiker misst diesen Abstand mit einem speziellen Gerät. Der ermittelte Wert wird im Brillenpass vermerkt und in Millimetern angegeben. Der PD des rechten und linken Auges addiert ergibt den gesamten Distanzwert. Dieser alleine ist jedoch nicht sehr aussagekräftig, da die Abstände des rechten und linken Auges zum Nasenrücken fast immer unterschiedlich sind. Weil bei einer Onlinebestellung andere Bedingungen herrschen, muss die Pupillendistanz auf andere Weise ermittelt werden. Dafür stellen Optiker ihren Kunden online ein Distanzmaß zur Verfügung, das sie sich am heimischen PC selbst ausdrucken können. Beim Messen zuhause können sich trotz aller Sorgfalt immer kleine Fehler einschleichen. 

Warum ist das Ermitteln der Pupillenmitte so wichtig?

Zur Ermittlung der Pupillendistanz muss der Betreffende konzentriert geradeaus blicken. Die Pupille des Auges ist wie eine Blende, die sich bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen verändert. Weil sich die Pupille bei hellem Licht zusammenzieht und bei Dunkelheit weit öffnet, kann die Pupillendistanz nur von der Mitte aus gemessen werden. Ein korrigierendes Brillenglas besitzt eine Wölbung. Der Mittelpunkt der Wölbung befindet sich an einem ganz bestimmten Punkt. Dieser Punkt muss genau vor der Pupillenmitte des Brillenträgers liegen, nur dann kann ein optimales Bild gesehen werden. Seitlicher Vorsatz oder Abweichungen in der Höhe führen zu einem unscharfen Bild, das nicht nur stört, sondern dauerhaft Kopfschmerzen verursacht.

Die Pupillendistanz – entscheidend für den Sehprozess

Ohne Pupille kann kein Sinn stattfinden, denn sie reguliert den Lichteinfall auf die Netzhaut. Die Pupille ist die Öffnung zur Regenbogenhaut und als schwarzer Kreis sichtbar. An dieser Stelle wird Irisgewebe ausgespart. Deshalb bezeichnet man die Pupille auch als Sehloch. Je nach Lichteinfall verändert sich der Durchmesser etwa von einem bis zehn Millimeter. Die vordere Augenkammer und die Hornhaut schützen die Pupille nach außen hin. Hinter der Pupille befindet sich die Linse, die von der inneren Augenmuskulatur bewegt wird. Entsprechend ihrer Aufgabe nennen sich die Muskeln Pupillenöffner und Pupillenschließer. Die Bewegung der Pupille kann vom Menschen nicht willentlich beeinflusst werden. Ausschlaggebend ist sind die Lichtverhältnisse. Die Pupille kann aber auch Emotionen wie Angst, Freude und Ekel zeigen. Diese Veränderungen werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Beispielsweise weiten sich die Pupillen bei Angst, Drogen und Medikamente können die Pupillen verengen.