Neue Brille: Das zahlt die Krankenkasse

Brillen stellen für viele Menschen eine absolut notwendige Sehhilfe dar. Und diese kann sehr teuer sein, wenn die Kosten von dem Kunden komplett alleine getragen werden müssen. Daher sollte man sich im Vorfeld genau erkundigen, ob die gesetzliche Krankenkasse wenigstens einen Teil dieser übernimmt. 

Wenn das Umfeld nicht mehr richtig erkannt werden kann, ist es allerhöchste Zeit, eine Sehhilfe zu besorgen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn neben einer Sehschwäche auch eine sogenannte Achsverschiebung der Augen vorhanden ist. Denn diese Fehlstellung kann nicht mit Kontaktlinsen, sondern lediglich mit einer Brille, korrigiert werden.

Wer übernimmt die Kosten der Brillengläser bzw. Brille

Wenn eine neue Brille benötigt wird, stellt sich die Frage, wer hierfür die Kosten übernimmt. Denn gerade die Brillengläser sind sehr teuer, insbesondere dann, wenn es sich um Sonderanfertigungen handelt. Die Preise der verschiedenen Optiker unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander. Somit sollte schon vor dem Kauf geschaut werden, wo Brillengläser in guter Qualität, aber auch zu einem fairen Preis, angeboten werden. Bei TopGlas können Sie sich Ihre neuen Brillengläser kostenlos selber zusammenstellen und haben dabei immer den Preis im Auge.
Grundsätzlich sind Brillen teuer und können von den meisten Menschen nicht einfach so aus der Portokasse bezahlt werden. Im Schnitt müssen zum Beispiel für eine sogenannte Einstärkenbrille mehr als 200 Euro, für eine Gleitsichtbrille sogar über 900 Euro, bezahlt werden. 

Früher zahlte die gesetzliche Krankenkasse mehr

Einige ältere Menschen werden sich sicherlich noch an Zeiten erinnern, in denen die gesetzliche Krankenkassewenigstens anteilig die Kosten für eine Brille übernahm. Seit dem 01. Januar 2004 wurde von der damaligen Bundesregierung entschieden, dass Brillen von diesem Zeitpunkt an nicht mehr zu dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Heute werden nur in Ausnahmefällen die Kosten für Sehhilfen übernommen. Hierbei tritt eine differenzierte Gebührenordnung in Kraft, sodass lediglich die Brillengläserbezuschusst werden, die Brillengestelle hingegen gar nicht mehr.

Neue Brille - was genau zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenkasse übernehmen bei Kindern bis 14 Jahren die Kosten für eine Brille, wenn sich deren Sehkraft im Alter ansonsten verschlechtern würde. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren werden bereits nur noch die Gläser bezahlt. Es ist auch möglich, spezielle Kunststoffgläser zu erhalten, die im Sportunterricht getragen werden. Ist das 18. Lebensjahr bereits vollendet, wird von Fall zu Fall entschieden, ob ein Anspruch besteht. Hierfür gibt die Weltgesundheitsorganisation eine Klassifizierung des Schweregrades der jeweiligen Sehbeeinträchtigung vor.

Will man keine Brille tragen, kann auch ein Zuschuss auf Kontaktlinsen erhalten werden. Allerdings ist dieser dann nur so hoch, wie er für die Brillengläser gewesen wäre. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Augenuntersuchung, was gerade in jungen Jahren sehr wichtig ist. Aber auch im Alter, wenn die Sehkraft mehr und mehr abnimmt, kann kostenlos ein Augenarzt aufgesucht werden.

Zahlt die private Krankenkasse meine Brille?

Das ist von dem gebuchten Tarif abhängig. Im Regelfall erstattet die private Krankenkasse alle 24/12 Monate einen Teil der Kosten für das Brillengestell und Gläser. Andere Krankenkassen bezahlen zu 100% die Brillengläser, aber zahlen zu dem Gestell nichts hinzu. Ein kurzer Anruf bei der Krankenkasse kann da schnell Auskunft geben ob und wie hoch ein Anspruch auf Zuzahlung besteht. 

Lohnt sich eine Brillen-Zusatzversicherung?

Für Erwachsene kann es Sinn machen, eine sogenannte Brillen-Zusatzversicherung abzuschließen. Aber auch hier sollte man sich zuvor genau informieren, ob diese sich wirklich lohnen würde und vor allem welche Konditionen in der Versicherung enthalten sind. Wenn lediglich eine geringe Stärke in den Brillengläsern benötigt wird, ist eher davon abzuraten. Denn dann entstehen auch nicht so hohe Kosten, wenn neue Gläser benötigt werden. Zu empfehlen sind diese Versicherungen hingegen für diejenigen, die schwankende Werte haben und daher auch öfter neue Brillengläser benötigen. In solch einem Fall zahlt die Kasse 100 %.

Wenn man sich nicht sicher ist, welche Kosten von der Krankenversicherung übernommen werden, sollte diese angerufen werden. Zumeist gibt es eine kostenlose Hotline, die ihren Kunden bei allen etwaigen Fragen zur Verfügung steht. Ansonsten kann die Versicherung auch per Mail oder Post kontaktiert werden.