Lexikon - Online Optiker

Silikonöl-Tamponage

Eine Silikonöl-Tamponage ist ein operatives Hilfsmittel, um eine Netzhautablösung im Augen-hintergrund wieder zu stabilisieren. Ist die Netzhautablösung zum Beispiel durch Laserstrahlen (anpunkten an die Augenkörperinnenhaut) behoben wurden, so erfolgt die Füllung des Augapfels durch steriles Silikonöl, da vor der Massnahme der natürliche „Glaskörper“ (transparente Augenflüssigkeit) entfernt werden musste. Man versucht diese Silikonöl-Tamponade zu einem dauerhaften Verbleib im Auge zu machen, und bisher sind mehr als zehn Jahre des funktio-nierens dokumentiert. Da man die Dichte dieser künstlichen Flüssigkeit für das Auge nicht in allen Parametern der natürlichen Flüssigkeit nachbilden kann, kommt es aufgrund des höheren Brechungsindex zu einer unerwünschten Weitsichtigkeit, die wiederum durch eine korrigierte Brille als optischer Vorsatz normalisiert werden muss.

Silikonöl-Tamponage - kann vor einer Erblindung schützen                                                            

Da das Öl im Auge einen definierten Druck aufweisen muss, um das Augenvolumen stabil zu halten, so kann es im Laufe der Zeit passieren, da etwas davon in die vordere Augenkammer gelangt. Das kann für den Zustand des Auges verheerend sein, denn nicht nur eine Linsen-trübung, sondern auch Hornhautschäden können entstehen. Aber noch präkerer wird die Situa-tion, wenn sich das Silikonöl mit dem Kammerwasser zu einer Emulsion vermischt und dadurch im Kammersystem Verklebungen und Entzündungen hervorruft. Jedoch ist es unter Abwägung einer vollständigen Netzhautablösung mit Erblindung die einzige Alternative diese Gefahr durch eine Silikon-Tamponage schnellstens zu unterbinden.