Lexikon

Altersweitsichtigkeit

Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist eine altersbedingte Schwächung der Sehleistung. Durch die Alterweitsichtigkeit kann die betroffene Person im Nahbereich nicht mehr scharf sehen. Der Grund dafür ist eine abnehmende Fähigkeit der optimalen Anpassung (Akkommodation) des Auges. Der Effekt „scharfsehen“ funktioniert nur, wenn die Abbildung möglichst punktförmig auf die Netzhaut übertragen wird. Um das zu erreichen müssen die Lichtstrahlen die Hornhaut, das Kammerwasser und die Augenlinse passieren. Wenn auf diesem Weg Störungen vorliegen, wird die Abbildung auf der Netzhaut statt fokussiert, mehr gestreut und daher unscharf.

Altersweitsichtigkeit korrigieren mit Gleitsichtgläsern

Der Brennpunkt (Fokus) des Auges liegt jedoch nicht auf der Netzhaut, sondern etwas dahinter. Das Auge ist in der Lage das Gesehene auf jede Entfernung automatisch scharf zu stellen, da das Auge kein statisches System ist, sondern über eine flexible Augenlinse verfügt. Der Grund für die Alterweitsichtigkeit ist in den meisten Fällen eine Verhärtung der Augenlinse, wodurch der Brechungswinkel des Lichtes nicht mehr optimal eingestellt werden kann.  Die Abbildung des Gesehenen erfolgt daher hinter der Netzhaut, was zur Unschärfe führt.

Die Altersweitsichtigkeit läßt sich konventionell, mit Brillen und Kontaktlinsen beheben. Moderne Operationsverfahren bestehen in der Implantation von Multifokallinsen, für den, der das nötige Geld hat und Wert darauf legt kosmetisch unauffällige Resulte dauerhaft bei sich zu erzielen.  Die Kosten liegen bei 3.000 EUR pro Augenlinse, ein Restrisiko wie eine Infektion nach der Operation ist nicht auszuschließen.