Sehschwäche - Ursachen und Hilfsmittel

Sehschwächen lassen sich in den allermeisten Fällen gut behandeln

Sehschwächen sind weit verbreitet und sie existieren in angeborener oder erworbener Form. Je früher eine solche Fehlsichtigkeit erkannt wird, umso besser sind auch die Möglichkeiten der Korrektur. Bei manchen Formen ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig und hilfreich, um weitere Schäden von den Augen abzuwenden. Außerdem sorgen frühzeitige Gegenmaßnahmen in der Regel dafür, dass sich die Lebensqualität erheblich verbessern kann. Ursächlich ist für dieses Krankheitsbild, dass Gegenstände auf der Netzhaut des Auges nicht mehr richtig abgebildet werden können, was zur Folge hat, dass kein scharf gestochenes Bild entstehen kann. Betroffene können deshalb Objekte nicht oder nicht in vollem Maße so wahrnehmen, wie eine Person mit 100-prozentigem Sehvermögen. Zu den klassischen Sehschwächen gehören solche, bei denen Objekte ohne Sehhilfe wie beispielsweise Brillengläser nur noch unscharf oder gar nicht mehr erkannt werden können.

Eine pathologisch-anatomische Veränderung der Augen ist als Ursache selten

Die beiden wichtigsten Fehlsichtigkeiten sind die Kurzsichtigkeit, Myopie und die Weitsichtigkeit, Hyperopie. Außerdem existieren Fehlsichtigkeiten, bei denen das Farbensehen nicht richtig funktioniert. Die häufigste Sehstörung dieser Art ist eine sogenannte Rot-Grün-Schwäche. Weit verbreitet sind auch Sehstörungen, bei denen die Betroffenen nachts, in der Dämmerung oder im Dunkeln nur sehr eingeschränkt sehen können, Augenärzte sprechen dann von einer Nachtblindheit. Bei einer sogenannten Diploie sind ebenfalls beide Augäpfel betroffen, durch eine falsche Stellung der Augäpfel sehen die betroffenen Doppelbilder oder haben mehr oder weniger stark ausgeprägte Schwierigkeiten, dreidimensional zu sehen. Auch diese Art der Fehlsichtigkeit kann heute durch spezielle Brillengläser korrigiert werden. In den meisten Fällen von Fehlsichtigkeiten sind die Augen ansonsten anatomisch gesehen völlig gesund. Nur in wenigen Ausnahmefällen werden Sehschwächen direkt durch pathologische, also krankhafte Veränderungen an den Augen ausgelöst.

Sehhilfen können Fehlsichtigkeiten oft schnell und einfach korrigieren

Solche Ursachen, wie beispielsweise Entzündungen oder Tumoren, können nur vom Augenarzt diagnostiziert und behandelt werden. Der weitaus größere Teil der Fehlsichtigkeiten ist bereits angeboren, es besteht also bereits bei der Geburt eine genetische Disposition. Von bestimmten Fehlsichtigkeiten wird sogar angenommen, dass sie vererbbar sein könnten, klare Beweise für diese medizinische Theorie gibt es bis heute jedoch nicht. Beide Augen sind durch ihre optischen Funktionen in der Lage einfallende Lichtstrahlen zu bündeln und zwar in einem Einfallswinkel, dass der Brennpunkt direkt auf der Netzhaut, Retina, liegt. Bei allen Sehschwächen, gleich welcher Ursache, funktioniert dieser physiologische Mechanismus entweder nur noch eingeschränkt oder gar nicht. Die Behandlungen von Fehlsichtigkeit muss sich immer streng an der Ursache orientieren. In den meisten Fällen sind Sehhilfen, wie beispielsweise Brillengläser oder Kontaktlinsen, bereits ausreichend, um eine angeborene oder erworbene Fehlsichtigkeit dauerhaft zu korrigieren. Immer dann, wenn der Augapfel aus anatomischen Gründen entweder zu kurz oder zu lang ist, verschiebt sich der Brennpunkt des abgebildeten Gegenstandes auf der Netzhaut.

Mit zunehmendem Lebensalter lassen sich Fehlsichtigkeiten kaum vermeiden

Das gleiche gilt auch bei einer zu starken Krümmung der Augenlinsen. Einige Formen von Fehlsichtigkeit hängen aber auch mit dem Alter zusammen. Wer beispielsweise in jungen Jahren unter einer Kurzsichtigkeit litt, kann beim Erreichen eines höheren Lebensalters durchaus weitsichtig werden. Die Augen sind wie alle übrigen Körperstrukturen durch nachlassende Flexibilität oder Einlagerung von Bindegewebe von einem allgemeinen Alterungsprozess betroffen. Deshalb können auch Menschen, die bisher in ihrem Leben niemals eine Fehlsichtigkeit hatten, im Alter durchaus davon betroffen sein. Die häufigste Fehlsichtigkeit des Alters ist die sogenannte Presbyopie. Durch die degenerativen Prozesse werden Objekte in bestimmten Entfernungen von den Senioren nur noch verschwommen wahrgenommen. Doch auch diese Art der Alterssehschwäche kann heutzutage durch spezielle Brillengläser in den meisten Fällen gut korrigiert werden. Sehtests beim Augenoptiker oder beim Augenarzt können schnell Aufschluss darüber geben, ob und welche Art einer Fehlsichtigkeit vorliegt.